Kiel, der Klimawandel und die Ostsee

Kiel gehört zu den Städten, die durch den Klimawandel besonders gefährdet sind. Die Gefahr besteht nicht nur direkt durch den steigenden Meeresspiegel der Ostsee sondern vor allem durch Sturmfluten, die häufiger und heftiger werden. Sie führen zu temporären Überflutungen und zur Erosion der Küste. Kann man aktuell schon gut in Schilksee-Süd beobachten, wo die Steilküste im Tempo von 0,7 Meter pro Jahr abbricht.

Warum steigen die Meeresspiegel durch den Klimawandel?

Wissenschaftler*innen reden von steigenden Meeresspiegeln im Plural, weil die Effekte nicht überall gleich auftreten. (Das Verhalten der Ostsee ist allerdings eng am globalen Mittelwert.) Warum steigen die Meeresspiegel in Folge des Klimawandels? In der Broschüre des Konsortium Deutsche Meeresforschung (KMD) lese ich: “Das Wasser dehnt sich mit zunehmender Temperatur aus, die schmelzenden Gletscher und Eisschilde führen dem Ozean Wasser hinzu.”

Die Meeresspiegel steigen und sie steigen schneller. Betrug der Anstieg von 1901 bis 1990 noch 1,5 Millimeter im Jahr, so waren es von 2006 bis 20015 schon 3,6 Millimeter im Jahr. Insgesamt stieg der gemittelte globale Meeresspiegel im 20. Jahrhundert um 15 Zentimeter.

Auch Landsetzungen ein Problem

Durch meine Lektüre lernte ich, dass für die Probleme in Küstenregionen auch Landsetzungen eine wichtige Rolle spielen. So ist Tokio um vier Meter gesunken! Bei diesem Effekt spielen sowohl menschengemachte als auch geologische Entwicklungen eine Rolle. So führt ein sinkender Grundwasserspiegel zu einer Verdichtung und Setzung des Landes. Für Schleswig-Holstein ist auch der geologische Anstieg von Skandinavien von Bedeutung. Wie bei einer Wippe senkt sich dadurch das Land bei uns.

Auch alle Bauten an der Küsten und dazu zählen auch Dämme, Wasserbrecher oder andere Bauwerke des Küstenschutzes beeinflussen den Wasserspiegel und die Erosion. Der Schutz an einer Stelle kann die Probleme an einer anderen Stelle der Küste verschärfen. Auch hier wieder das Beispiel Schilksee-Süd: Die Wellenbrecher von Schilksee-Nord führen zu einer sogenannten Lee-Erosion in Schilksee-Süd.

Insgesamt können Landsenkungen von mehreren Zentimetern im Jahr kurzfristig einen größeren Effekt haben als ein steigender Meeresspiegel. Aber langfristig ist der Klimawandel die größere Gefahr. Denn sollten die Eismassen der Antarktis im Laufe der Jahrtausende ganz abschmelzen, würde der Meeresspiegel möglicherweise um 60 Meter steigen! Aber zurück zur näheren Zukunft.

Gefährdete Küstenstädte an der Ostsee

Das Umweltbundesamt rechnet mit einem Anstieg des Meeresspiegels um 50 Zentimeter in den nächsten 100 Jahren. Und das Konsortium Deutsche Meeresforschung: “Laut aktuellen Projektionen müssen wir mit einem globalen mittleren Anstieg von 43 bis 84 Zentimetern bis zum Ende dieses Jahrhunderts rechnen.“

Langfristig sind vor allem nah am Meer gelegene Städte gefährdet, zum Beispiel Kiel, sowie alle Regionen entlang der Küste, die weniger als drei Meter über dem Meeresspiegel liegen.

In Kiel liegen vor allem die Stadtteile Ellerbek, Holtenau und Friedrichsort tief. Sie sind bei Sturmfluten besonders betroffen.

Es wird hunderte von Jahren dauern wird, bis die Ostseeküste unter Wasser liegt. Das aktuellere Problem für die Ostseeküste sind Sturmfluten, die durchaus einen Pegel von 3 Metern oder mehr erreichen können. Auch die Erosion der Küstenlinie, also das Wegspülen von Stränden oder das Abbrechen von Steilküsten ist jetzt schon Thema. Einer der ersten Orte, in denen möglicherweise ein Rückzug stattfinden wird, ist Schilksee-Süd. Hier bricht die Steilküste im Tempo von 0,7 Metern pro Jahr ab und man kann ausrechnen, wann die Abbruchkante die erste Häuserreihe in 60 Meter Entfernung erreicht.

Langfristig ist das Konsortium sehr pessimistisch, was den Erhalt der Ostseeküste anbetrifft. Eine weitere Deichverstärkung an der Ostsee sei ab einem gewissen Punkt eventuell nicht mehr wirtschaftlich effizient. Ein Rückzug aus gefährdeten Gebieten müsste dann in Betracht gezogen werden.

Besonders deprimierend an dieser Entwicklung: selbst wenn die CO2-Emissionen bald auf Null gebracht werden würden, würde der Anstieg der Meeresspiegel nicht sofort enden. Das liegt an der Trägheit der Ozeansysteme. Große Anstrengungen im Klimaschutz sind dringend geboten, auch in Hinblick auf zukünftige Generationen, denn unser Handeln heute hat Auswirkungen auf die Meeresspiegel in 100 Jahren.

https://www.kn-online.de/Kiel/Klimawandel-Zu-wenig-Vorsorge-vor-Hochwasser-in-Kiel

https://coastal.climatecentral.org/map/12/10.1785/54.362/?theme=water_level&map_type=water_level_above_mhhw&basemap=roadmap&contiguous=true&elevation_model=best_available&refresh=true&water_level=3.0&water_unit=m

Enthält Link zur PDF-Broschüre: https://www.deutsches-klima-konsortium.de/de/meeresspiegel.html: kk-kdm-meeresspiegelbroschuere-web

https://www.bmu.de/faq/warum-ist-klimaschutz-wichtig/

Frohe Weihnachten!

Ich wünsche allen Leser*innen in Kiel und anderswo frohe Weihnachten!

Es war ein besonderes Jahr unter Corona-Einschränkungen, und diejenigen unter uns, die Weihnachten feiern, mussten sich eventuell auch neue, andere Rituale ausdenken. So war ich dieses Jahr auf einem Weihnachtgottesdienst im Freien!

Bald gibt es wieder neuen Lesestoff auf diesem Blog! Feiert schön, und bleibt gesund.

Ursula

Das Foto hat Martin Schaaf beigesteuert, dem ich für seinen künstlerischen Input danken möchte.

Kurznachrichten im Dezember

Knooper Weg für eine Woche gesperrt. Das Haus Nr 28 wird abgerissen. Dazu muss die Straße von Montag, 4. Januar, bis voraussichtlich Freitag, 8. Januar, voll gesperrt werden. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Auch Radfahrende müssen den Bereich umfahren. Die Busse der Linien 50, 51, 42E und 62 werden umgeleitet. Die Haltestellen “Kunsthochschule”, “Lehmberg” und “Hansastraße” werden vorrübergehend nicht angefahren.

Jubel im Handball: Der THW Kiel siegt über den FC Barcelona und wird Champions-League-Sieger.

In der Silvesternacht ist das „Böllern“ an diesen Orten ausdrücklich verboten:

•    Bahnhofsumfeld mit Bahnhofsplatz, Platz der Kieler Matrosen, Raiffeisenstraße und Sophienblatt von Ringstraße bis Herzog-Friedrich-Straße;
•    Kiellinie und seeseitig angrenzende Flächen (Sporthäfen, Brücken und Anlegestellen) vom Beginn an der Seeburg bis kurz hinter dem Seebad Düsternbrook;
•    Vinetaplatz in Gaarden-Ost;
•    Kurt-Schumacher-Platz in Mettenhof.

Außerdem darf nicht in der Nähe von Krankenhäusern und Pflegeheimen, im Schrevenpark und in der Nähe von Reetgedeckten Häusern geknallt werden. Die vollständigen Anweisungen hier.

Der Corona-Stand am 30. 12. um 9 Uhr: Gesamtzahl aller Fälle: 2.261 Davon wieder genesen: 1.761 Personen. 465 Personen sind aktuell infiziert. Im Vergleich zum Vortag gibt es 47 Neuinfektionen. Verstorben sind 35 Kieler*innen.  775 Kieler*innen sind in Quarantäne. Der 7-Tage-Inzidenzwert liegt laut RKI bei 76,2.

Corona-Impfung: Ab 5. Januar können sich Personen aus gefährdeten Gruppen am Schwedenkai impfen lassen. Das sind Menschen über 80 sowie Pflegekräfte und medizinisches Personal aus bestimmten Arbeitsbereichen: Genaueres hier . Einen Termin kannst du unter www.impfen-sh.de oder telefonisch unter 116 117 ab 5. Januar vereinbaren. Termine für die erste Woche sind bereits ausgebucht. Verabreicht wird der Impfstoff von Biontech und Pfizer.

Nord-Ostsee-Kanal: Die ersten drei Quartale weisen ein Rekord-Minus in der Schifffahrt auf. 3.140 Schiffe weniger als im Vorjahreszeitraum fuhren durch den Kanal, das entspricht einem Minus von 15 Prozent. Der Grund: Die Pandemie und Ausfälle bei den Schleusen. Quelle: Segeberger Zeitung.

Aus der Statistik: Kiel ist unter den schleswig-holsteinischen Städten besonders dicht besiedelt, belegt mit 2.080 Einwohner*innen pro Quadratmeter den zweiten Platz im Städteranking, nach Elmshorn. Im Vergleich: In Neumünster wohnen 1.119 Menschen auf einem Quadratmeter, und in Lübeck sind es nur 1.011. Quelle: Statistischer Bericht Nr. 247.

Seit 20. Dezember gilt eine neue Quarantäne-Regel für Kiel: Wer weiß, dass er Kontakt zu einer positiv auf Covid-19 getesteten Person hatte, muss sich sofort in häusliche Quarantäne begeben und sich telefonisch oder per E-Mail an infektionsschutz@kiel.de beim Amt für Gesundheit melden.  In der Mail an das Amt für Gesundheit nenne bitte deinen vollständigen Namen, das Geburtsdatum, Ihre Adresse und Telefonnummer. Das Amt für Gesundheit meldet sich dann bei Dir.

 Die Corona-Lage am 18. Dezember um 9 Uhr: Gesamtzahl aller Fälle: 1.883. Davon wieder genesen: 1.410 Personen. 445 Personen sind aktuell infiziert. Im Vergleich zum Vortag gibt es 29 Neuinfektionen. Verstorben sind 28 Kieler*innen.  1.254 Kieler*innen sind in Quarantäne. Der 7-Tage-Inzidenzwert liegt laut RKI bei 107,8.

Gottesdienste zu Weihnachten:Unter www.kirche-kiel.de gibt es eine kielweite Übersicht.

Klausdorfer Weg bald wieder frei: Seit einem halben Jahr saniert das Tiefbauamt in fünf Abschnitten
Kanäle unter dem Klausdorfer Weg. Nun enden die Arbeiten und die
Sperrung der Fahrbahn in Höhe Hagener Straße wird zum Montag, 21.
Dezember, wieder aufgehoben.

Das Corona-Telefon: Hier kannst du über Ängste, Sorgen oder auch praktische Probleme in diesen Corona-Zeiten reden. Du erreichst die Beraterinnen
Montags von 19:00 – 22:00 Uhr unter Tel. 0176 – 5591 0760
Dienstag von 10:00 – 13:00 Uhr unter Tel. 0431 – 24890-46

Die Stadt wird Eigentümerin des MfG-5-Geländes: Nach eineinhalb Jahren konstruktiver Verhandlungen haben OB Ulf Kämpfer und Raymund Karg, Leiter der BImA-Hauptstelle Verkauf in Rostock, ihre Namen unter den Kaufvertrag für das einstige Grundstück des Marinefliegergeschwaders gesetzt. Kosten: 30 Millionen Euro. Ein Bericht zur Vorgeschichte: hier.

Glasfaser für Kiel: Schnell und flächendeckend soll Kiel mit einem Glasfasernetz ausgestattet werden. Zunächst investiert die Deutsche Telekom in den Ausbau des Glasfasernetzes in der Landeshauptstadt. In den Stadtteilen Südfriedhof, Exerzierplatz und Brunswik startet das Unternehmen und will rund 25.000 Haushalte mit HighSpeed-Technologie ausstatten.

Sprottenflotte auf dem Ostufer

Seit Mitte 2019 breitet sich die SprottenFlotte als Bikesharing-System in der KielRegion aus. Das Ausleihen der Räder erfolgt über die nextbike-App oder via Hotline – 50 Stationen mit Rädern gibt es bereits. Der Preis beträgt dabei 1 Euro pro halber Stunde und ist auf 9 Euro pro Tag begrenzt.
Die insgesamt 6 Stationen auf dem Ostufer werden gut angenommen. Am Hörnbad, auf dem Vinetaplatz, bei Thyssenkrupp Marine Systems, im Stadtteilzentrum Wellingdorf, am Tilsiter Platz und am Anleger Diedrichsdorf kann man derzeit Räder leihen. Am stärksten frequentiert wird der Ausleihpunkt am Vinetaplatz. Er liegt auf Platz 12  der insgesamt 50 Stationen. Auch die anderen fünf Stationen liegen im guten Mittelfeld.
Wegen des guten Zuspruchs sollen im Jahr 2021 im Zuge der Verstetigung des Systems auch auf dem Ostufer weitere Knotenpunkte realisiert werden.
Fragen zur Sprottenflotte beantworten Kim Strupp und Philipp Walter – die beiden Projektkoordinator*innen. Alle Infos sind zu finden unter  www.kielregion.de/mobilitaet/sprottenflotte.

11.622 Menschen waren laut der Arbeitsagentur im November in Kiel arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 8,4 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg die Anzahl der Arbeitslosen um 1.682 oder 16,9 Prozent. Gegenüber dem Vormonat Oktober fiel die Zahl der Arbeitslosen hingegen um 400 (-3,3 Prozent) . Quelle Statistische Kurzinfo Nr. 412

Während die Corona-Pandemie zu einer deutlich höheren Arbeitslosigkeit führt, konnte die Baubranche ein besonders gutes Jahr verzeichnen. Im Baugewerbe konnten zwischen Januar und September deutlich über 100 Millionen Euro umgesetzt werden. Im Bauhauptgewerbe stieg der durchschnittlich Umsatz pro Betrieb in den ersten drei Quartale auf 6,5 Millionen Euro, das sind 300 Tausend Euro mehr als im Vorjahreszeitraum und zwei Millionen mehr als 2018. Der Auftragseingang ging zwar um eine Million Euro auf 3,4 Millionen zurück. Allerdings war der Vergleichszeitraum auch besonders auftragsreich. Im Vergleich zu früheren Jahren ist die Auftragslage sehr gut. Quelle: Statistische Kurzinfo Nr 414.

(Foto von Martin Schaaf)



Wieder radelten hunderte Kieler auf den Straßen der Verursacher der Klimakrise!

Es war kalt und es drohte zu regnen. Kurz vor Beginn der Demonstration versammelten sich einige Radler*innen und mindestens 50 Polizist*innen auf dem Platz der Kieler Matrosen. Erstere erschienen mit viele phantasievollen Plakaten und bemalten Fahrrädern, letztere bewaffnet und mit Schutzausrüstung, was die Stimmung aber nicht kippen konnte. Insgesamt nahmen laut Polizeibericht etwa 200 Personen an dieser Demonstration teil.

Worin liegt die eigentliche Gefahr ?

Zwei junge Frauen, beide barfuß, hatten die Leitung der Demo und lasen die Vorgeschichte dieses Momentes vor, die Entwicklung der Ursache der Demo und den Widerstand der Ämter, Behörden und Gerichte. Viele Instanzen wurden eiligst bemüht, leider erfolglos. Die Gerichte verwiesen auf den nicht zu störenden Weihnachtseinkauf und die Unfallgefahr eines Hindernisses auf einer Autobahn, als würde jeder Stau zu Auffahr-Unfällen führen und die Polizei nicht in der Lage sein, dieses zu verhindern. Der Autoverkehr an sich als einer der großen Gefahren für die Menschen wurde ignoriert.

Selbstverständlich sollte die Demo da entlang gehen , wo zumindest eine Ursache der Klimakrise lag, beim Autoverkehr und selbstverständlich sollte dieser gestört werden um vielleicht einige Autofahrer zum Nachdenken während des Demozuges anzuregen. Aber es kam anders, und so wich die Demonstration auf den Theodor-Heuss-Ring aus.

Wird ein Ziel der Politik erkennbar werden?

Der Sinn und die große Akzeptanz bei den Menschen des Pariser Klima-Abkommens war der Inhalt der Ansprache zweier weiterer junger Frauen. Darauf hinzuweisen, dass dieses Abkommen zwar sehr gute Absichten zur Rettung des Planeten Erde beinhaltet, diese aber von der Industrie-Hörigkeit vieler Parteien und Regierungen konterkariert wird, ja nicht nur wurde, sondern konstant ignoriert wird. Wenn die Ausstiegszeit aus der Kohleverstromung in 2038 gesehen wird und der reale Rückbau der Windkraftanlagen in 2020 in Schleswig Holstein bilanziert wird, kann keines der vereinbarten Ziele gehalten werden. Die Politik ist im Wahljahr 2021 zum Handeln aufzufordern.

Nach drei sehr schönen Ansprachen setzte sich der Zug in Bewegung, mehrere hundert Meter lang, Mitradelnde von 16 bis weit über 60 Jahre jung, nutzten die Gelegenheit, auf ihre Ängste um die Erde aufmerksam zu machen.Am Theodor Heuss Ring in Höhe der Liebfrauen Kirche gab es die große Zwischenkundgebung, immer mit dem Hinweis auf den eigentlich unpassenden Ort für diese Veranstaltung. In den Beiträgen von TKKG, dem VCD und den fff Jugendlichen wurde hier auf die Gefahr des Anschlusses der A 21, der Zerstörung eines weiteren wichtigen Teils des Grüngürtels durch die Südspange und den weiter ungebremsten CO 2 Ausstoß durch den MIV hingewiesen.

Wer setzt sich in der Demokratie für den Erhalt der Erde ein ?

In vielen Gedanken klang die Enttäuschung über die hessischen und Bundes-Grünen durch, die zulassen, einen Wald für eine weitere Autobahn zu roden. Diese Autobahn würde nach Ansicht Vieler nicht gebraucht werden, wenn man eine Mobilität der Zukunft mit weitaus weniger LKW planen würde.

Weitere Ursachen für die Bedrohung des Klimas liegen in der Lebensmittel-Verschwendung, der industriellen Landwirtschaft, der fossilen Gebäude-Beheizung und der viel zu niedrigen Vorschriften im Wohnungsbau, darauf wurde ebenfalls hingewiesen. Die Menschheit hat große Aufgaben vor sich, die Erde weiter lebenswert zu erhalten, die Frage blieb im Raum, wer es durchsetzen soll, die Politik wurde dafür als nicht in der Lage angesehen.

Die wirklich großen Veränderungen, Naturschutz, solidarische Landwirtschaft, Windkraft, Atomausstieg haben die Menschen selbst organisiert, die Politik muß gezwungen werden, den gesetzlich Rahmen zu schaffen, ein langer Weg!

Der Demonstrationszug bewegte sich dann zurück zum Ausgangsort, wo er aufgelöst wurde, nicht ohne den Hinweis auf viele verwirrte Verschwörungs-Theoretiker am Ostseekai und eine weitere mutige Gegendemonstration unter anderem der Omas gegen Rechts.

Ulrich Hühn, 24148 Kiel, 14. 12. 2020

(Das Foto zeigt die Demonstrierenden auf dem Theodor-Heuss-Ring. Rechts im Bild sieht man eine der neuen Luftfilteranlagen.)

Lockdown in SH ab 16. Dezember

Der zweite Lockdown beginnt. Am Sonntag einigten sich die Ministerpräsident*innen und die Bundeskanzlerin auf strengere Maßnahmen, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Der Lockdown light der vergangenen Wochen hat nicht ausgereicht, um die Infektionszahlen zu senken. Die neuen Regeln gelten von Mittwoch, 16. Dezember bis vorläufig 10. Januar.

Für die Ausgestaltung der Maßnahmen sind die einzelnen Bundesländer zuständig. Die Leitlinie ist, dass möglichst wenige Kontakte stattfinden. Hier die neuen Maßnahmen für Schleswig-Holstein:

Der Einzelhandel schließt. Ausnahme sind Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Reformhäuser und alle Läden, die den täglichen Lebensbedarf abdecken.

Schulen und Kitas schließen. Es wird eine Notbetreuung geben für Kinder, deren Eltern in kritischer Infrastruktur arbeiten, für Kinder von Alleinerziehenden oder wenn einfach keine Alternativbetreuung möglich ist. Ministerpräsident Daniel Günther appellierte in einer Presseerklärung an die Eltern, möglichst wenig von dieser Notbetreuung Gebrauch zu machen.

Bestimmte Dienstleistungen schließen: Friseursalons, Kosmetikund Tattoostudios, Massagepraxen. Dagegen dürfen medizinisch und pflegerisch notwendige Dienstleistungen wie Logopädie, Ergotherapie oder Fußpflege weiterhin angeboten werden.

Das Pflegepersonal in Alten- und Pflegeheimen soll möglichst mehrmals pro Woche getestet werden.

Die Kontaktbeschränkungen werden verschärft. Ab 16. Dezember dürfen sich sowohl im öffentlichen Raum als auch privat höchstens fünf Personen aus zwei Haushalten treffen, dabei werden Kinder unter 14 Jahren nicht mitgezählt. Für den 24.-26. Dezember gilt eine alternative Möglichkeit: hier dürfen zum eigenen Haushalt vier weitere Personen aus dem engsten Familienkreis dazu kommen, Kinder unter 14 Jahren nicht mitgezählt.

Schon seit Samstag gilt auch ein Verbot, in der Öffentlichkeit Alkohol zu trinken.

Es gilt ein Feuerwerksverbot auf belebten Straßen, Wegen und Plätzen. Die Gemeinden können noch konkretere Verbote aussprechen.

Weiterhin gelten die bekannten Abstandsregeln und die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung in allen Situationen, in denen man keinen Abstand halten kann und wo immer durch öffentliche Bekanntmachungen angezeigt.

Diese Regelungen gelten vorläufig bis zum 10. Januar.

Alle Details finden sich in der Landesverordnung vom 14. Dezember 2020.

Querdenker und Antifa, sie können nicht miteinander reden

Heute demonstrierten etwa 400 Querdenker*innen am Ostseekai. In der Gegendemo trafen sich etwa 200 Personen gegenüber dem Schifffahrtsmuseum.

Am Rande der Querdenker-Demo bewegten sich auch Antifas und es kam laut Polizeibericht zu Rangeleien, die ich allerdings selber nicht beobachten konnte. Aber ich überhörte ein Gespräch zwischen zwei Querdenker*innen, die bedauerten , dass sie mit der Antifa nicht ins Gespräch kämen. Der Mann sagte: “Die wollen nur über Faschismus reden, aber das ist nicht mein Thema, da denken wir ja gleich.”

Mein Eindruck: auch wenn stadtbekannte Faschisten auf diesen Demonstrationen gesehen werden, das Gros der Demonstrierenden ist wahrscheinlich nicht besonders rechts. Sie haben ein anderes Thema, nicht Ausländerfeindlichkeit oder übertriebene Sicherheits- und Ordnungsfantasien, wie sie für rechtes Denken typisch sind, sondern die Angst vor einer Gesundheitsdiktatur. Und eine in meiner Sicht völlig falsche Wahrnehmung dieses Virus, das sie für nicht gefährlicher als eine Erkältung halten.

Ich pendelte zwischen beiden Demonstrationen hin und her. Hier einige der Punkte, die angesprochen wurden.

Kein Schulterschluss mit Rechten

Auf der Gegen-Querdenken-Demo, die vom Runden Tisch gegen Faschismus und Rassismus aufgerufen worden war, wurde vor den Verschwörungstheoretikern und ihrer Verquickung mit der Rechten gewarnt. Gleichzeitig wurde auch von dieser Seite die Regierung kritisiert, wenn auch aus anderen Gründen:

  • Milliardenpakete werden geschnürt um große Konzerne zu unterstützen. Beispiel: Neun Milliarden Euro bekam die Lufthansa.
  • Zu wenig Unterstützung für Krankenhauspersonal
  • Profitorientierung im Gesundheitswesen
  • Nur wenige Geflüchtete aus Moria wurden von Deutschland aufgenommen. Es ertrinken immer noch Menschen auf der Flucht über das Mittelmeer.

Querdenkende im Wahn

Die Menschen auf dieser Demo wirken ganz normal, nett. Etwa halbe, halbe Frauen und Männer, viele junge Leute dabei. Man kann es kaum fassen, dass diese sehr normal und sogar sympathisch wirkenden Menschen die Wirklichkeit völlig verdreht wahrnehmen. Hier einige der Punkte aus ihrer Weltsicht, mit meinen Anmerkungen in Klammern:

In ihrer Selbstdarstellung distanzieren sie sich von Links- und Rechtsextremen gleichermaßen. (Tatsächlich gilt die Bewegung als rechts-offen. Anlässlich einer anderen Demonstration sagte mir eine Person aus dem Orgateam auch ganz offenherzig, sonst bekämen sie keine Mehrheit in der Gesellschaft. )

Sie fordern eine Wiederherstellung der Grundrechte.

Sie fordern Meinungsfreiheit, die sie eingeschränkt sehen, weil ihre Ideen oder Interpretationen von den Mainstream-Medien nicht aufgegriffen werden. (Mein Eindruck dazu: es gab in den Medien jede Menge ernsthafter Auseinandersetzung mit ihren Themen.)

Sie fürchten sich vor einer Impfpflicht.

Sie sehen die Gesellschaft an der Vorstufe einer Gesundheitsdiktatur. (Mein Eindruck: Da könnte was dran sein!)

Sie halten Covid-19 für einen Erkältungsvirus und nichts anderes. Einer der Redner, Herr Dr. Weber, der sich als “Verschwörungserkenner” der ersten Stunde bezeichnet, sagte: “50 Erkältungen pro 100.000 Einwohner führen dazu, dass die Grundrechte ausgesetzt werden.” (Dass man an Erkältungen im Gegensatz zu Covid-19 nicht stirbt oder auch nur ernsthaft erkrankt, beeindruckt ihn anscheinend nicht. )

Sie wollen wieder in Liebe und Frieden leben. (Wer will das nicht.)

Mir fiel auf, dass viele der Demonstrierenden keine Maske trugen. Aus dem Polizeibericht: „Die Leiterin wurde aufgefordert, auf die Tragepflicht hinzuweisen. Andernfalls wäre Versammlung aufgelöst worden. Ein Teil der Demonstranten hielt sich an die Aufforderung, ein anderer Teil verließ daraufhin die Veranstaltung.“

Demonstrationen in Kiel bleiben friedlich

Impressionen von der Corona Kundgebung

Strengere Corona-Auflagen für Kiel

Die Zahl der Neuinfektionen steigt in Kiel weiter an. Im Vergleich zum Vortag gibt es 46 Neuinfektionen. Das Gesundheitsamt verzeichnet dabei ein zunehmendes Infektionsgeschehen in der gesamten Bevölkerung ohne dass sich die Ansteckung auf wenige Ausbruchsgeschehen reduzieren lässt. Das Virus ist inzwischen überall.

Aktuell sind 324 Kieler*innen infiziert. Die Zahl der seit dem 10. März 2020 infizierten Personen ist damit auf 1569 Personen gestiegen. 21 Kieler*innen werden als Verstorbene mit einer COVID-19-Erkankung gezählt. 881 Personen befinden sich in Quarantäne. Das durchschnittliche Alter der Infizierten beträgt 36 Jahre.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Robert-Koch-Institut bei 97,2. Deutschlandweit liegt sie bei 149,7.

Im Städtischen Krankenhaus liegen derzeit insgesamt sechs Patient*innen mit einer COVID-19-Erkrankung, drei davon müssen intensivmedizinisch behandelt werden. Im Universitätsklinikum UKSH werden derzeit zwölf Patient*innen mit einer COVID-19-Erkrankung behandelt, vier davon auf der Intensivstation.

„Angesichts der steigenden Fallzahlen benötigen wir weitergehende Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in Kiel“, kündigt Oberbürgermeister Ulf Kämpfer an. „Das Coronavirus ist überall in der Bevölkerung angekommen. Wir benötigen jetzt Interventionen, die die Welle brechen können.“

Folgende weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie werden in Absprache mit der Landesregierung vorbereitet:

Private Zusammenkünfte mit Freund*innen, Verwandten und Bekannten in der Öffentlichkeit und im privaten Bereich sind auf den eigenen und maximal einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Fall auf maximal fünf Personen zu beschränken. Kinder bis 14 Jahre sind hiervon nicht ausgenommen.

Die Mitglieder größerer Haushalte mit mehr als fünf beziehungsweise zehn Personen dürfen sich auch in der Öffentlichkeit treffen, aber nicht mit weiteren Personen. Diese neue Regelung wird ab Sonnabend, 12. Dezember, zunächst bis zum 23. Dezember gelten. Über Weihnachten will sich Kiel an der Regelung des Landes Schleswig-Holstein orientieren.

Gemeinsam mit allen Alten- und Pflegeheimen in Kiel wird die Teststrategie für die Mitarbeiter*innen und Bewohner*innen der Pflegeeinrichtungen weiterentwickelt. Dazu treffen sich morgen in einer Videokonferenz die Leitungen der Alten- und Pflegeheimen mit dem Sozialdezernenten Gerwin Stöcken und der Leiterin des Gesundheitsamtes Sabine Herlitzius. Gesundheitsminister Heiner Garg hat seine Unterstützung dafür bereits signalisiert. Tests und Schulungen können relativ kurzfristig organisiert werden.

Die Landeshauptstadt Kiel wird aufgrund der aktuellen Pandemie-Entwicklung ihren Regelbetrieb ab nächster Woche herunterfahren. Ziel ist es, auch im Dienstbetrieb die persönlichen Kontakte zu reduzieren, um weitere Infektionen zu vermeiden. Verschiedene Einschränkungen werden ab Mittwoch, 16. Dezember, bis vorerst Freitag, 8. Januar 2021, gelten. Diese werden in den nächsten Tagen ämterbezogen erarbeitet. Auch soll mit dieser Maßnahme erreicht werden, dass zusätzliche Mitarbeitende im Gesundheitsamt eingesetzt werden können.

Zur Sicherung der Kontaktnachverfolgung bittet das Gesundheitsamt die Bundeswehr um Unterstützung.

Für das Einkaufszentrum rund um den Kurt-Schumacher-Platz in Mettenhof wird eine Maskenpflicht angeordnet.

Die für die Maßnahmen notwendige Allgemeinverfügung bringt die Landeshauptstadt Kiel bis Sonnabend, 12. Dezember, auf den Weg.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Kiel

Kein Naturwald für Kiel

Pressemitteilung des NABU Kiel: Zum Beschluss im Innen- und Umweltausschuss zum Kieler Stadtwald: Der NABU Kiel fordert von der Politik endlich zu handeln, statt die Ausweisung als Naturwald auf die lange Bank zu schieben.

Seit rund acht Jahren fordert der NABU Kiel den Kieler Stadtwald vollständig als Naturwald auszuweisen. In dieser Zeit wurden unzählige Gespräche mit den Parteien geführt. Die Argumente für die Ausweisung als Naturwald liegen auf der Hand. Die Stadt spart die hohen Kosten der forstlichen Nutzung, die die Einnahmen überschreiten, der Wald wird zur CO2-Senke und trägt so zum Klimaschutz bei und es wäre die Chance dem Artensterben in Kiel was entgegenzusetzen. Außerdem würde der Wald auch als Naherholungsgebiet dadurch stark aufgewertet werden, denn eine Nutzung für die Kieler Bevölkerung und für Waldkindergärten wäre nach wie vor möglich. Als Naturwald wäre der Schutzstatus langfristig gesichert.

Dass die Ratskooperation dem Antrag der Linken nicht zugestimmt hat, zeigt, dass es den drei Parteien nicht um die Argumente ging, sondern die Parteien weiterhin Politik nach dem Motto betreiben „nur der anderen Partei keine Erfolge ermöglichen“. Die Art von Politik ist von vorgestern. Gerade junge Menschen fordern von der Politik beim Klima- und Artenschutz Fachpolitik auf Basis von Argumenten und wissenschaftlichen Erkenntnissen zu betreiben. So brauchen sich die etablierten Parteien nicht über Politikverdrossenheit zu wundern. Dass die LINKE mit ihren Beschlussvorlagen zum Stadtwald und zur Südspange zur neuen Kieler Ökopartei wird, hätte man vor ein paar Jahren noch für unmöglich gehalten.

Der Stadt Kiel ist dabei eine große Chance entgangen. Denn Kiel hätte bundesweit mit der Ausweisung als Naturwald aufsehen erregt und damit die beste Werbung für die Stadt machen können.

Der getroffene Beschluss der Ratskooperation ist dagegen völlige Augenwischerei, denn die Antworten auf die genannten Fragen sind im Prinzip bekannt. Und bei der geringen Waldfläche ist es fachlich völliger Unsinn, unterschiedliche Schutzgebietsformen zu wählen – hätte man doch vorher mal Fachleute gefragt.

V. i. S. d. P. Hartmut Rudolphi, NABU Kiel

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Bäume haben in Kiel einen schweren Stand

Kiel: Baumgemetzel auf Hof Hammer

Danni never dies

Ein Kommentar von Ulrich Hühn. Danni never dies. – Alle Bäume bleiben. – Autos weg, Busse her, kostenloser Nahverkehr! – Verkehrte Welt.

Das waren die Gedanken, die von der Demonstration für den Erhalt des Dannenröder Forstes auf dem Europaplatz am 7. 12. 2020 blieben.

„Danni never dies“ ist eine Aussage, die im Angesicht Schwarz-Grüner Regierung, höchst zweifelhaft geworden ist. Wenn ich die leider inzwischen unvertraute Welt derzeit in Hessen betrachte, ziehe ich diese Schlussfolgerung.

In einem Bundesland , in dem die Grüne Partei an der Regierung beteiligt ist, hatte zumindest in den letzten Jahrzehnten gewiß und verlässlich, der Natur- und Umweltschutz oberste Priorität .

Grüne waren verlässlicher Naturschutz

Ich kann aus meiner Heimat berichten, in der keine Atomkraftwerke mehr laufen und die Halbinsel Eiderstedt, besonders der Nationalpark Wattenmeer Weltkulturerbe ist, alles der Grünen Regierungsbeteiligung zuzuschreiben.

Folgt der messerscharfe Schluß, auch besonders in Anbetracht der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele: kein Baum wird mehr gefällt, zumindest nicht für den Autoverkehr, bei grüner Regierungsbeteiligung.

Mitregieren bedeutet viel

Doch was heißt eigentlich, und nun sage Tarik Al Wazir nicht, er hätte letztes Jahr von der Problematik der A 49 erfahren, der Dannenröder Forst, wie auch der Hambacher Forst sind arg gefährdet, stehen vor der Rodung, und zwar ausschließlich aus wirtschaftlichen Interessen .

Insofern liegt der letzte Gedanke, „verkehrte Welt“, nahe: in Schleswig Holstein werden sowohl der Fehmarnbelt Tunnel gebaut, als auch die Autobahnen A 20 und A 21 weiter gebaut, die Lage in Hessen habe ich gerade beschrieben und in Baden Württemberg werden die Autobauer hofiert, egal wer Ministerpräsident ist.

Beklemmende Zukunftsaussichten

Was mag da in 2021 auf uns zu kommen, denn wohl nur Olaf Scholz selbst ist in einem Deutschlandfunk Interview noch davon überzeugt, seine SPD werde einen derart guten Wahlkampf bieten, daß er Kanzler wird. Nein, entweder ein/e Grüne/r oder ein/e christdemokratischer PolitikerIn wird Bundeskanzler. Was mag denn da auf unser Land angesichts der gerade beschriebenen exekutiven Auswüchse zu kommen? Wie stark sind die Reformbestrebungen, keinen Inlands Flugverkehr mehr zu zulassen, Wohngebäude nur noch im Null Energie Standard zu genehmigen und, etwa, um eine die Armut zu bekämpfende Praxis einzuleiten, ein Grundeinkommen perspektivisch einzuführen.

Ich bin da sehr wachen Auges, einmal, wegen sofort zu stoppender Rodungsmaßnahmen, und weiter in Erwartung politischer Hoffnung auf frische Gedanken in unserem Land, Europa und der Welt, zu sehen, welche Hoffnungen die Grünen wecken wollen.

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Südspange und A21-Anbindung

Protest in Kiel gegen Rodung des Dannenröder Forsts

Hamburger Ausbildungsmesse für Abiturient*innen

Diese Hamburger Ausbildungsmesse ist bestimmt auch für Kieler Abiturient*innen von Interesse!

Pressemitteilung: Abiturientinnen und Abiturienten aufgepasst! Am Samstag, den 12. Dezember 2020, startet Hamburgs erste Online-Ausbildungsmesse. In der Zeit von 14:00 bis 17:00 Uhr gibt es zahlreiche Informationen, persönliche Beratung und konkrete Firmenkontakte rund um den Berufseinstieg. Über 40 Hamburger Betriebe präsentieren auf der ‚Abi-Up-Digital‘ ihre anspruchsvollen Ausbildungsstellen. Mit einem Klick auf www.abi-up.de geht es vom heimischen PC, Tablet oder Smartphone direkt los.

„Es läuft gut für Abiturienten: Im Jahr 2019 wurden in Hamburger Unternehmen insgesamt 5.640 Ausbildungsverträge von Abiturienten unterzeichnet, bei den Schülern mit dem mittleren Schulabschluss gab es 4.130 Abschlüsse, also fast 1.500 weniger“, beschreibt Sönke Fock, Chef der Agentur für Arbeit Hamburg, das hohe Interesse von Abiturienten an einer dualen Berufsausbildung. Fock richtet sich an Schülerinnen, Eltern und Lehrer: „Der Fachkräftebedarf ist trotz der Corona-Pandemie in fast allen Branchen hoch und wird in der nahen Zukunft sogar noch zunehmen. Allein in den nächsten fünf bis sieben Jahren gehen in Hamburg über 67.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Fach-und Führungskräfte in den Ruhestand, weil sie bereits über 60 Jahre alt sind. Bei den über 55-Jährigen klafft die Lücke mit 165.000 noch weiter auf. Das sind alles sehr gut qualifizierte und langjährig beschäftigte Arbeitnehmer, die mit jungen Leuten ersetzt werden müssen. Die Unternehmen auf der Abi-Up haben dies erkannt, sie wollen junge Leute ausbilden, um ihren Personalbedarf langfristig zu decken. Insgesamt also gute berufliche Perspektiven für junge Berufseinsteiger.“ Interessante Ausbildungsplätze gibt es an dem Samstag praktisch über alle Wirtschaftsbereiche Hamburgs: Gesundheit, Chemie, Öffentliche Verwaltung, Energie- oder Medizintechnik, Logistik, Handel oder Dienstleistung.

Neben den zahlreichen Ausbildungsangeboten für das Jahr 2021 möchten die Arbeitsagentur und die ausstellenden Unternehmen vor allem mit den Teilnehmern ins Gespräch kommen. „Persönliche, digitale Kontakte sind trotz der Pandemie möglich. Über Video, Ton- oder Textnachrichten treten wir mit den jungen Besucherinnen und Besucher in den Dialog und können so informieren, beraten und auch diskutieren. Unternehmen lernen zukünftige Bewerber kennen, vereinbaren weitere Schritte, um die Möglichkeiten einer Ausbildung zu konkretisieren. Zudem sind verschiedene Vorträge, Interviews und Filmbeiträge auf der Website hinterlegt, die bei der Berufswahl unterstützen und das Bewerbungsverfahren entscheidend voranbringen können. Weiterhin überprüfen wir gern online die Bewerbungsunterlagen der jungen Leute“, erklärt Matthias Neyer, der als Berufsberater die Digitale Ausbildungsmesse entscheidend gestaltet hat.

Bereits heute ist Website der Ausbildungsmesse freigeschaltet. Über www.abi-up.de können sich die jungen Leute gut auf den Termin vorbereiten und bestens über die Unter-nehmen und deren Ausbildungsangebote informieren. Ein E-Book gibt weitere wichtige Hinweise und Tipps zum Messebesuch, die auch für weitere Bewerbungsaktivitäten gut zu verwenden sind.

Hier geht es zur Online Messe: www.abi-up.de