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Und wieder wird am Theodor-Heuss-Ring gebaut

Die Dauerbaustelllen Barkauer Kreuz und Theodor-Heuss-Ring gehen in die nächsten Etappen. Auch der Ostring und Nebenstraße werden saniert. Von Mai bis Ende Oktober ist mit Bauarbeiten in Etappen zu rechnen.

Nach den abgeschlossenen Sanierungen im westlichen Bereich des Theodor-Heuss-Rings sind nun im Jahr 2023 die Straßenoberflächen, Kanalrohre und Bauwerke aus Richtung Plön zwischen Kleinbahn / Konrad-Adenauer-Damm und Barkauer Kreuz an der Reihe. Die Gegenrichtung folgt dann voraussichtlich 2024.

Auch die Nebenfahrbahnen, Rampen, Geh- und Radwege werden mitsaniert. Und wenn ohnehin Spuren gesperrt und Umleitungen erforderlich sind, dann erledigen die Bauleute auch gleich dringend notwendige Arbeiten in Zufahrtsstraßen wie dem Ostring mit.

Die Bauabschnitte mit den größten Einschränkungen werden zum größeren Teil über die Sommerferien bearbeitet. In dieser Zeit ist der Verkehr geringer. Dennoch wird es an vielen Stellen Geduld brauchen.  

Lübscher Baum, 15. Mai bis Anfang Juni

die Stützwände am Barkauer Kreuz werden saniert.

Die Bauwerke stammen aus den späten 1960er Jahren und müssen dringend saniert werden. Vor allem die Stützwände haben Korrosionsschäden. Wenn Wasser eindringt, kann die Füllung ausgespült werden. Dann könnten Bereiche absacken. Die vorhandenen Durchrostungen müssen sicher verschweißt werden. Dann gibt es nach Jahrzehnten einen neuen Korrosionsschutz.

Der Verkehr wird einspurig an der Baustelle vorbeigeführt. Richtung Eckernförde steht nur ein Fahrstreifen zur Verfügung; Richtung Plön gibt es keine Einschränkungen.

15. Mai bis Mitte Juni

Auf der Nebenfahrbahn zwischen Ostring und Sörensenstraße werden Kanäle saniert. (Die Erneuerung der Fahrbahn folgt im September.) Ostring zwischen Preetzer Straße und Theodor-Heuss-Ring: Da die Ausfahrt aus dem Ostring ohnehin nicht möglich ist, kann gleichzeitig die eine Seite des Ostrings in diesem Abschnitt ihre neue Fahrbahn bekommen. Außerdem wird die Ampelanlage an der Kreuzung Ostring / Theodor-Heuss-Ring barrierefrei umgebaut.

Barkauer Kreuz: Widerlager Nord, 5. Juni bis Ende September

Hier wird der Beton saniert. Zur Verfügung steht Richtung Eckernförde nur ein Fahrstreifen, in Richtung Plön weiterhin zwei.

Hauptfahrbahn und Friesenbrücke: 26. Juni bis Anfang September

Hauptfahrbahn: Der größte Abschnitt, und mit zehn Wochen der längste: Zwischen der Kleinbahn und der Friesenbrücke müssen zunächst die Kanäle unter der Straße und dann die Fahrbahn selbst saniert werden.

Friesenbrücke: Der nördliche Teil (Fahrbahnen Richtung Eckernförde) bekommt unter der Fahrbahn eine neue Abdichtung und anschließend wird die Fahrbahn neu aufgebaut.

Verkehrsführung: In beiden Richtungen steht jeweils nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Umleitungsempfehlung Richtung Eckernförde: ab Elmschenhagen über die Preetzer Chaussee.

Nebenfahrbahn zwischen Kleinbahn und Ostring: September

Dieser Teil bekommt eine neue Fahrbahn. Die Verkehrsführung: Die Nebenfahrbahn ist gesperrt. Auf der Hauptfahrbahn steht in Richtung Eckernförde nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Richtung Plön sind beide Streifen befahrbar. 

Ostring Richtung Norden: Oktober

Zwischen Theodor-Heuss-Ring und Preetzer Straße bekommt nun auch die andere Seite eine neue Fahrbahn. Zu diesem Zeitpunkt stehen auf dem Theodor-Heuss-Ring in beiden Richtungen beide Fahrstreifen zur Verfügung. 

Quelle: https://www.kiel.de/de/umwelt_verkehr/verkehrswege/projekte/theodor_heuss_ring.php

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Große Kieler Demo auf dem Theodor-Heuss-Ring für eine autrofreie Stadt

Auswertung der Kieler Silvesternacht

Viele Brände, wenige Verletzte, das ist die Schadensbilanz der Silvesternacht von 2022 auf 2023. Der SSW stelllte eine Anfrage, die Ordnungsdezernent Christian Zierau beantwortete.

FRAGE: Wie viele Einsätze der Feuerwehr hat es über den Jahreswechsel 2022/2023 in der Landeshauptstadt Kiel im Zusammenhang mit dem Abbrennen von Feuerwerk im Vergleich zu den entsprechenden Zahlen der letzten vier Jahreswechsel gegeben?

ANTWORT: Um den Jahreswechsel 2022/2023 wurde die Feuerwehr Kiel zu 30 Brandeinsätzen alarmiert. Bei 3 Einsätzen lässt sich kein unmittelbarer Bezug zum Abbrennen von Feuerwerk erkennen. Die übrigen 27 Einsätze sind vermutlich durch Feuerwerk in Verbindung mit Fahrlässigkeit verursacht worden. Das Spektrum erstreckt sich hierbei von durch Rauch ausgelösten Brandmeldeanlagen über brennende Müllcontainer, Feuer auf Balkonen bis hin zu mehreren brennenden PKW auf einem Parkplatz und einer brennenden Gartenbude.

Alle Einsätze fallen in die Kategorie klein bis mittelgroßer Einsatz. Die Zahlen und Einsatzanlässe ähneln dabei den Zahlen aus den Jahren vor Corona. In den letzten beiden Jahren lagen die Einsatzzahlen, die in Zusammenhang mit dem Abbrennen von Feuerwerk stehen, jeweils unter 10.

FRAGE: Wie viele Patient*innen wurden im Zusammenhang mit dem Jahreswechsel in der Notaufnahme des SKK mit Verletzungen durch Feuerwerkskörper behandelt im Vergleich zu den entsprechenden Zahlen der letzten vier Jahreswechsel?

FRAGE: Ausgewertete Daten hierzu liegen dem Städtischen Krankenhaus nicht vor. Die Anzahl der entsprechenden Verletzungen zum Jahreswechsel 2022/2023 wird vom Städtischen Krankenhaus als „nicht nennenswert“ bezeichnet.

Zugattacke von Brokstedt – Was bekannt ist

Die Messerattacke im Regionalzug vom 25. Januar gehört zu den schlimmsten Verbrechen in der jüngeren Geschichte von Schleswig-Holstein. Dieser Artikel fasst verschiedene Presseberichte zusammen, Verlinkung siehe unten.

Die Tat: Der mutmaßliche Täter Ibrahim A. attackierte Fahrgäste in einem Regionalzug mit einer Stichwaffe. Zwei Personen starben, fünf weitere Personen kamen mit teils schweren Verletzungen ins Krankenhaus.

Die Tat ereignete sich am 25. Januar kurz vor 15 Uhr im Regionalzug RE70 von Kiel nach Hamburg, kurz bevor der Zug in Brokstedt hielt. In diesem Zug gab es keine Video-Überwachung.

Über die Motive schwieg Ibrahim A. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe ermittelt wegen „zweifachen heimtückischen Mordes und vier Fällen des versuchten Totschlags.“

Wer ist Ibrahim A.?

Der mutmaßliche Täter war zum Zeitpunkt 33 Jahre alt. Er stammt aus dem Gaza-Streifen. Seine Familie soll von der Palästinenserorganisation Hamas drangsaliert worden sein. Dies gibt sein Anwalt Björn Seelbach als Grund für seine Flucht an. 2014 kam er nach Deutschland. Laut Innenministerin (SH) Sabine Sütterlin-Waack sei 2021 ein Verfahren auf Rücknahme eingeleitet worden. Er hat bis jetzt den Status des subsidiären Schutz. „Der subsidiäre Schutz greift ein, wenn weder der Flüchtlingsschutz noch die Asylberechtigung gewährt werden können und im Herkunftsland ernsthafter Schaden droht“, so das Bundesamt für Migration.

Wenige Tage vor der Messerattacke im Zug wurde Ibrahim A. aus der Justizvollzugsanstalt Billwerder in Hamburg entlassen. Er saß dort in Untersuchungshaft wegen eines Körperverletzungsdelikts. Während der Untersuchungshaft soll er zweimal an tätlichen Auseinandersetzungen beteiligt gewesen sein. Aus diesem Grund wurde er in Billwerder psychiatrisch betreut. Außerdem begann der Drogen-Abhängige eine Methadon-Behandlung, wie die Hamburger Justizsenatorin Anna Galina berichtete.

Ibrahim A. wurde aus der Haft entlassen, da die Untersuchungshaft von der Länge her der Freiheitsstrafe in etwa entsprochen hätte. Das Landgericht Hamburg hob den Haftbefehl auf. Ein Psychiater hatte keine Gefahr der Fremd- oder Selbstgefährdung feststellen können. Somit wurde er ohne weitere Betreuung entlassen.

Als obdachlose Person meldete er sich beim Winternotprogramm der Stadt Hamburg an. Am Tag der Attacke war er in Kiel bei der Ausländerbehörde gewesen. Die Verbindung nach Kiel bestand, weil er hier vom 2. Juli bis 30. November 2021 Arbeitslosengeld II und Kosten der Unterkunft vom Jobcenter Kiel bezogen hatte, wie Kiels Ordnungsdezernent Christian Zierau berichtete. In dieser Zeit war er in Kiel gemeldet und wurde deshalb bei der Kieler Ausländerbehörde geführt.

Trauerfeier in Neumünster

Die beiden Getöteten waren eine 17-Jährige und ein 19-Jähriger. Sie kannten sich. Beide besuchten die Berufsschule in Neumünster. Heute, am 5. Februar besuchten Hunderte die Trauerfeier in der Vicelin-Kirche in Neumünster – auch Bundeskanzler Olaf Scholz nahm teil.

Die anderen Verletzten sind nicht mehr in Lebensgefahr.

Die Frage, ob diese schreckliche Tat hätte verhindert werden können, wird die Gesellschaft sicher noch länger beschäftigen.

Foto: Motivbild

Bluttat von Brokstedt, Verdächtiger in U-Haft

Angriff in Brokstedt

Messerattacke im Zug, Galina weist Vorwürfe zurück

Messerattacke im Zug: Kritik an Behördenkommunikation

Ärger um LEG-Wohnungen

Der NDR und die Kieler Nachrichten berichteten bereits über die Unzufriedenheit von einigen Mietern und Mieterinnen mit der Wohnungsgesellschaft LEG, die Ende 2021 zahlreiche Wohnungen von der KIV in Gaarden kaufte. (Links zu den Berichten siehe unten) Es geht bei den Vorwürfen um verschleppte Reparaturen und intransparente Abrechnungen. Die Berichte zeigen schon Wirkung, sagte Florian Eggers, der über den Stadtteilladen eine solidarische Mieterberatung anbietet. Er konnte berichten von Mietern, bei denen sich die LEG wegen angemahnten Reparaturen plötzlich gemeldet hat. Auch einige intransparente Wasserrechnungen sollen neu berechnet werden. Der Protest durch die Bürgerinitiative „LEG-Mieter*innen wehren sich“ hat sich durch das Medienecho also schon gelohnt.

Ich traf mich mit Florian Eggers und zwei Mieterinnen der LEG, Andrea Dibbern und Monika Milbord für ein Gespräch.

Früher, sagte Monika Milbord, bei der KIV, da hatte man wenigstens einen Ansprechpartner im Büro. Jetzt landet man in einem Call-Center, vermutlich in Düsseldorf. „Dort wurde ich auch noch angemotzt, warum ich meine Beschwerden nicht als Email senden würde.“

Meine Gesprächspartnerinnen sind sich einig: wenn Beschwerden an die LEG gerichtet werden, passiert lange nichts, und manchmal nie.

„Wer soll das bezahlen?“ und „Wir haben niemand.“

Beispiel aus der Bielenbergstraße. In Monika Milbords Keller wurde von einem Obdachlosen eingebrochen. Frau Milbord musste mehrmals bei der LEG anrufen, um auf das kaputte Kellerfenster aufmerksam zu machen. Als endlich ein LEG-Mitarbeiter kam, um sich den Schaden anzusehen, soll er gesagt habe: „Wer soll das bezahlen?“ Seitdem regnet es bei Starkregen in den Keller. Mehr ist noch nicht passiert.

Wir wunderten uns im Gespräch, dass die LEG nicht aus eigenem Interesse mehr für die Substanz ihrer Häuser tut. Es sind manchmal Missstände, etwa schlecht verfugte Fensterrahmen, oder kaputte Kellerfenster oder schiefe Dachziegeln, die leicht zu beheben wären, aber unbehandelt auf Dauer das Mauerwerk schädigen können. Natürlich leiden auch die Mieter und Mieterinnen, wenn die Substanz kaputt geht.

Andrea Dibbern erzählt eine entsprechende Geschichte aus ihrem Haus im Buschfeld. Der Mieter über ihr klagte über eine sehr feuchte Küche. Es kam auch ein Mitarbeiter von der LEG, der mit einem Feuchtigkeitsmesser feststellte, dass nicht nur die Küche sondern vor allem der Dachboden darüber extrem feucht war. Die Dachdecker, die danach den Dachstuhl untersuchten, stellten fest, dass der Kamin feucht ist, zogen jedoch unverrichteter Dinge ab. Seitdem ist nichts mehr unternommen worden.

Dieser Befund zog sich durch alle Geschichten: „Es kommen schon Leute von der LEG, aber es wird nichts gemacht.“ Als im Nachbarhaus die Tür eingetreten wurde, kam ein Mitarbeiter der LEG und sagte lapidarisch. „Wir haben zur Zeit niemand.“

In der Mieterberatung

Florian Eggers, der für die Linke im Ortsbeirat Gaarden sitzt, beobachtet, dass vermehrt Leute mit ihren Nebenkostenabrechnungen in die „Solidarische Mieterberatung“ kommen. Monika Milbord berichtet, ihre Nebenkosten seien für 2021 um 100 Prozent gestiegen, und darin hat sich die Energiekrise noch gar nicht niederschlagen können. Florian Eggers berichtet von hohen Nachzahlungen in den letzten Wochen, 1.000 Euro sind keine Seltenheit. Der höchste Wert war 3.000 Euro. Andere Mieter und Mieterinnen haben dagegenn nur kleine Nachzahlungen, weil das Wasser bei ihnen gar nicht berechnet wurde.

Die Wasserrechnungen: Nachdem die Kieler Nachrichten die Wasserrechnungen thematisierten , versprach die LEG: „„Da dieser Vorgang sicherlich einige Zeit in Anspruch nehmen wird, werden wir die Wasserkosten der Abrechnung für das Jahr 2021 nun für die entsprechenden Gebäude allein auf Basis der Zählerstände der Wohnungswasserzähler neu berechnen und korrigieren – und die Hauptwasserzähler zunächst außen vor lassen. Unsere betroffenen Mieterinnen werden somit von uns Erstattungen erhalten.“

In den Nebenkosten sind Kosten für Rauchmelder, Hausmeisterei, Sperrmüll, Gebäudeversicherung, Treppenhausreinigung und Wasser enthalten. Andrea Dibbern ärgert sich, dass sie für einen Hausmeisterdienst bezahlt, aber es wurde noch nie ein Hausmeister in ihrem Haus gesehen. Der Garten hinter dem Haus ist ungepflegt, die Treppe von Brombeeren überwuchert.

Ärger gab es auch um die Treppenhausreinigung. Diese übernehmen nun die Mieter der Buschfeldstraße 7,9 und 11 selber, nachdem Frau Dibbern in diesen Häusern Unterschriften gesammelt hatte. Die Reinigung war davor nur sporadisch durchgeführt worden, und es entstand der Eindruck, dass lediglich die Fußmatten hochgeklappt wurden.

Hof in der Bielenbergstraße

Im Haus von Monika Milbord ist die Müllsituation ein großes Ärgernis. Einmal wurde der Müllcontainer im Hof nicht geleert, weil er falsch befüllt war. Dann wurde der weitere Müll einfach daneben gelagert. Schuld an dieser Situation haben zwar in erster Linie die Bewohner. Es handelt sich um ausländische Bauarbeiter, die in Monteurswohnungen einige Wochen oder Monate leben und sich nicht mit der deutschen Mülltrennung befassen. Allerdings sind nicht nur die Mieter sondern auch die Eigentümer in der Pflicht, für Ordnung auf dem Hof zu sorgen. Gemäß der Kieler Rattenverordnung ist es die Pflicht der Eigentümerin, dafür zu sorgen, dass kein Müll außerhalb der Tonnen liegt. Es bleibt der Fantasie der Vermieterin überlassen, wie sie das regelt. Mit dieser Kieler Rattenverordnung soll vermutlich auch ein Impuls gesetzt werden, dass die Häuser nicht überbelegt werden.

Mieter*innen wehren sich

Zum ersten Treffen der Initiative „LEG-Mieter*innen wehren sich“ im Sub Rosa kamen etwa 60 Leute. Das nächste Treffen findet wieder im Sub Rosa statt, am 20. Februar um 18 Uhr. Das Einlenken der LEG, die wie viele andere im Wohnungsbau auch tatsächlich unter Fachkräftemangel und Lieferverzögerungen leidet, ist ein großartiger Erfolg der BI. Allerdings äußerte Florian Eggers die Sorge, dass die LEG jetzt auf Beschwerden von aufmüpfigen Mietern und Mieterinnen eingeht, um das Thema zu befrieden. Es gäbe aber viele Leute, die kein Deutsch sprechen oder alt oder arm sind, und die nicht den langen Atem haben, mit ihren Beschwerden bei dem LEG Call Center durchzudringen.

Betragsbild: Wir trafen uns in der Bambule in Kiel-Gaarden. Von links: Florian Eggers, Andrea Dibbern und Monika Mildbord

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NDR: Mieter in Kiel-Gaarden wollen sich gegen Vermieter LEG wehren

KN: LEG fordert in Kiel_Gaarden teils mehr als 1500 Euro Betriebskosten nach

Müll in Gaarden

15-Jährige vermisst

Nachtrag vom 25. Januar: Beamte der Bundespolizei haben die 15 Jahre alte Vermisste in der Nacht zu Mittwoch in Kiel angetroffen.

Seit Dienstagmittag wird die 15 Jahre alte Mia A. vermisst. Umfangreiche Suchmaßnahmen der Polizei führten nicht zu ihrem Antreffen, so dass die Polizei nun Medien und Bevölkerung um Unterstützung bittet.

Mia wurde heute gegen 14 Uhr zuletzt im Bereich des Kieler Hauptbahnhofs gesehen und könnte sich im Kieler Stadtgebiet aufhalten. Es ist nicht auszuschließen, dass sie sich in Neumünster, Timmaspe oder auch in Hamburg aufhält. Sollte sie Kiel verlassen haben, dürfte sie einen Zug ab dem Kieler Hauptbahnhof genutzt haben. Eine Straftat dürfte nicht in Zusammenhang mit ihrem Verschwinden stehen.

Sie hat kastanienrot gefärbtes Haar, ist etwa 165cm groß, von schlanker Statur und dürfte mit einer Jacke mit V-förmigen Streifen in weiß und rot, einer hellen Hose sowie roten Sneakern sowie einer schwarzen Mütze bekleidet sein.

Personen, die die Jugendliche gesehen haben oder Angaben zu ihrem Aufenthaltsort machen können, werden gebeten, die Polizei unter 110 zu informieren.

Ukrainerin sucht Halle für Spenden

Es begann mit der großen Solidaritätsdemo für die Ukraine im März 2022. Inna Pavlusenko, eine Ukrainerin, die schon seit zehn Jahren in Deutschland lebt, begann Spenden zu sammeln und Transporte zu organisieren. Der Platz in den eigenen vier Wänden reichte bald nicht mehr. Eine Halle in der Edisonstraße in Wellsee bot dann reichlich Platz für eine umfangreiche Sammlung an Sachspenden.

Inna Pavlusenko konnte die Halle in Wellsee nur bis Ende des Jahres benutzen, und sucht nun dringend nach einer neuen Halle, Werkstatt oder Garage. Sie sollte mindestens 50 Quadratmeter groß sein, über Parkplätze verfügen und auch von großen LKWs angefahren werden können. Auch eine Anbindung an das Busnetz ist wichtig, da viele Leute mit ihren Spenden mit dem Bus kommen. Wer eine entsprechende Räumlichkeit anzubieten hat, möge sich bei Inna melden: ukr.deu.kiel@gmail.com

Mindestens 20 Transporte

Im letzten Jahr sandten sie vier große LKWs und mindestens 16 Transporter auf den Weg in die Ukraine. An Bord: Kleidung, Medikamente, Lebensmittel, medizinische Ausrüstung, Schlafsäcke und Taschenlampen. Bei den medizinischen Geräten handelte es sich etwa um Ultraschallgeräte oder Rollstühle. Auch siebzehn Krankenbetten konnten auf den Weg gebracht werden.

In der Halle sortierten hilfsbereite Menschen aus Deutschland und der Ukraine die Spenden und verpackten sie für den Transport. Ein fester Termin war auch die Spendenausgabe an Geflüchtete in Kiel, immer samstags. Hier wurden vor allem Kleidung, Geschirr und Spielzeug verteilt.

Inna Pavlusenko und Konstantin Nadein

Inna und ihr Mann Konstantin trafen sich mit mir um über diese Arbeit zu sprechen. „Sammeln ist nicht schwierig. Es gibt viele die spenden.“ Die Schwierigkeiten fangen erst danach an. Es müssen LKW-Fahrer gefunden werden, die die Touren für möglichst wenig Geld machen. An Anfang fuhren viele umsonst, aber nach einer Weile wurde es üblich, wenigstens die Treibstoff-Kosten zu ersetzen. Manchmal müssen Probleme mit dem Zoll an der Grenze geregelt werden. Um die Spenden dahin zu bringen, wo sie benötigt werden, arbeitet Inna Pavlusenko mit verschiedenen Stiftungen und Vereinen aus der Ukraine zusammen.

Wie geht es weiter?

Gerade sind Inna Pavlusenko und ihr Mann Konstantin Nadein dabei, einen Verein zu gründen: Ein „Ukrainisch-Deutsches Zentrum in Schleswig-Holstein“. Nach der Registrierung soll eine Homepage erstellt werden.

Die Not in der Ukraine ist groß und es wäre schön, wenn Inna Pavlusenko weiter Hilfsgüter in die Ukraine schicken könnte. Ihr Organisationstalent und die Hilfsbereitschaft der Menschen hier vor Ort können viel bewirken, wenn es nur eine Halle gäbe!

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Überwältigende Hilfsbereitschaft für Geflüchtete aus der Ukraine

Befragung von Geflüchteten aus der Ukraine

Vision für neues Kieler Quartier in Holtenau-Ost

Der neue Kieler Stadtteil in Holtenau-Ost ist eine komplexe und langfristige städteplanerische Herausforderung . Eine ausformulierte „Vision“ soll über die Zeit eine Orientierungshilfe geben. Projektleiterin Konstanze Meißner stellte sie gestern im Bauausschuss vor. Was steht drin?

  • Einmaligkeit erhalten: dazu gehört die markante Küstenlinie, aber auch etablierte Nutzungen beachten. Allerdings umschifft die Vision konkrete Aussagen. Bleibt der Skaterpark erhalten?
  • Gemeinwohlorientierung: Menschen mit und ohne Transfereinkommen, mit und ohne Migrationshintergrund, mit und ohne Behinderung sollen hier selbstverständlich miteinander leben. Initiativen, die gemeinschaftliche Wohnformen entwickeln, sollen unterstützt werden.
  • Nachhaltigkeit: Dazu gehört die dichte Bebauung. Zitat: „Dem Ziel folgend wird für die weitere Planung eine optimale Dichte und damit ein Mehr an Wohneinheiten als bislang
    angenommen.“
  • Nutzungen in Verbindung bringen: Wohnen und Gewerbe sollen dicht beieinander liegen und Grünflächen gemeinsam nutzbar sein. Die Wohnhöfe sind durchwegbar.
  • Mobilität aus einem Guss: Hier wird die Vision einmal konkret. Gemeint ist ein autoarmes Quartier.
  • Infrastruktur als Motor vor Ort: hierzu zählen Geschäfte, Orte der Spiritualität, Sportplätze etc. Auch eine gute Erreichbarkeit mit wird aufgezählt, ob mit PKW oder ÖPNV bleibt offen.

Blumige Formulierungen für Holtenau Ost

Insgesamt ist die Vision geradezu anstrengend vage formuliert. Beispiel: „Ein Zukunftsquartier verlangt nachhaltiges Planen und nachhaltige Prozesse, vom Großen ins Kleine, in allen Ideen und Prozessen von Anfang an mitgedacht.„ Als Zitat hätte ich auch den nächsten oder übernächsten Satz oder eigentlich fast jeden Satz verwenden können.

In der Diskussion griff Florian Weigel (CDU) die Vision denn auch als Ansammlung von Gemeinplätzen an, gegen die man nichts sagen kann, die aber auch teilweise selbstverständlich sind. Gemeinwohlorientierung würde in der Politik doch immer gemacht werden.

Einer der wenigen konkreten Punkte in der Vision betrifft das Auto. Das Idealbild für Holtenau- Ost ist das autoarme Quartier. Das ärgerte die CDU. In der Diskussion wurde aber klar, dass das Quartier schon auch gut mit Auto erreichbar sein wird. Auch LKWs können in das Quartier hineinfahren. Aber innerhalb des Quartiers soll es so sein, dass man gut ohne Auto klar kommt.

Grüne, SPD , KV&M und SSW äußerten sich begeistert von der Vision. In der Abstimmung waren alle dafür außer CDU und AfD, die sich enthielten. Über die Vision soll abschließend in der Ratsversammlung entschieden werden.

Thema Wald im MFG5-Gelände

Der komplett neue Stadtteil auf dem Gelände des ehemaligen Marinefliegergeschwader 5 (MFG-5) beinhaltet Wald. Seitdem das Gelände für die Öffentlichkeit als Freizeitfläche freigeben wurde, hat sich auch Sekundärwald entwickelt. Frau Meißner sagte, diese neuen Bäume und Sträucher haben keinen Biotop-Schutz. Dagegen soll der Wald, der schon länger da ist, erhalten bleiben.

Es bleibt ein spannendes Projekt. Bis zur Fertigstellung könnten zehn Jahre vergehen. Auf dem Weg dahin wird es auch noch eine Namenssuche geben, denn die jetzt übliche Bezeichnung Holtenau-Ost für die Bebauung des MFG5-Geländes ist lediglich ein Arbeitstitel.

Das Beitragsbild zeigt ein Zukunftsbild des Wettbewerbgewinners Yellow Z Abel Bormann Koch Architekten und Stadtplaner PartGmbB, Berlin | Riegler Riewe Architekten GmbH, Berlin | bgmr Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin

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Die Vision Holtenau

MFG-5-Gelände, ein Bericht von 2020

Infotermine zum Thema Flüchtlinge

Zum Jahreswechsel ist das „Chancenaufenthaltsrecht“ in Kraft getreten und kann zumindest für die Hälfte aller „Geduldeten“ eine Option für einen rechtmäßigen Aufenthalt nach Jahren der Unsicherheit bedeuten. Außerdem ist das Landesaufnahmeprogramm für Syrische Familien erneut verlängert worden. Aktuell ist bei der für Sie zuständigen Ausländerbehörde ein Antrag bis Ende des Jahres 2023 möglich.

Das Beitragsfoto zeigt ein Flüchtlingslager in Eritrea. Bild von David Mark auf Pixabay

Termine im Januar 2022:

  • 17. 01.2023 (Dienstag), 18.00 Uhr (online): Vergesst Eritrea nicht!

Der Ukraine-Krieg hat viele Konflikte in anderen Ländern aus den Schlagzeilen verdrängt. Aber auch in Ostafrika tobt seit Herbst 2020 ein Krieg, hier hat Eritrea in den Bürgerkrieg in Äthiopien interveniert. Ein Ergebnis sind Zehntausende von Flüchtlingen.

Die Einladung hängt an und darf gerne weitergegeben werden. (Die Veranstaltung war für den 10. Januar angekündigt, muss aber um eine Woche verschoben werden.)

Referent: Reinhard Pohl /  Anmeldung: gesellschaft@gegenwind.info / Veranstalter: Gesellschaft für politische Bildung e.V.

  • 19.01.2023 (Donnerstag), 18.30 Uhr: Infoveranstaltung zum Chancenaufenthaltsrecht

Menschen, die mit einer Duldung in Deutschland leben, haben jetzt die Möglichkeit, für 18 Monate eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen. Das neue Gesetz wird allerdings nur für Personen gelten, die vor dem 31.10.2017 nach Deutschland gekommen sind.Wir möchten Sie über die Rechte und Möglichkeiten informieren! Die Veranstaltung findet auf deutsch statt.

Eine Veranstaltung von “Vernetzen – Unterstützen – Begleiten: Aktiv für Kieler*innen mit Fluchthintergrund”, der Migrationsberatung Schleswig-Holstein (MBSH) der ZBBS e.V. und dem Teilprojekt des Netzwerkes B.O.A.T. – Beratung. Orientierung. Arbeit. Teilhabe – Integrationsförderung für Geflüchtete in Schleswig-Holstein der ZBBS e.V.

Veranstaltungsort: ZBBS e.V., Sophienblatt 64a, 24114 Kiel (1.Stock)

Für das Freiwillige Ökologische Jahr sind Plätze frei zum 01.02.23

Das FÖJ ist ein persönliches und berufliches Orientierungsjahr und bietet jungen Menschen bis 27 Jahren viele Chancen und Möglichkeiten sich im Team mit Gleichaltrigen in ganz unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen für Natur, Umwelt und eine nachhaltige Gesellschaft zu engagieren. Das Land Schleswig-Holstein fördert 10 zusätzliche Plätze für Geflüchtete. Der Besuch von Sprachkursen ist begleitend möglich. Persönliche, soziale und fachliche Kompetenzen können so vor Beginn einer beruflichen Ausbildung gestärkt werden. Es besteht auch die Möglichkeit, dass FÖJ als praktischen Teil der Fachhochschulreife anerkennen zu lassen. Über 100 FÖJ-Einsatzstellen sind in ganz Schleswig-Holstein verteilt, eine Bewerbung ist jederzeit ohne Frist möglich. Die Beratung erfolgt individuell. Die Plätze werden jährlich bis zum Beginn des FÖJ am 01.08. oder bei einem späteren Start, spätestens bis 01.02. des Folgejahres besetzt. (Mindestdauer des FÖJ sechs Monate)

Kontakt:Christine Gantner(Pädagogische Mitarbeiterin – FÖJ für Geflüchtete)
Koppelsberg 5, 24306 Plön
Tel +49 4522 507-187
gantner@oeko-jahr.de

Einige regelmäßige Termine im Januar:

  • Regelmäßige Termine und Events (z.B. das Sprachcafe, Qi Gong oder Volleyball) von Kulturgrenzenlos gibt es hier!
  • Sprachtreff bei Kiel hilft (Dienstag, Mittwoch und Freitags, 17-19 Uhr), Eingang Kleiner Kuhberg 14
  • Dienstags ab 17.30 Uhr findet der Sprachtreff “Treffen der Kulturen” im M38 (Cafe Paletti, Muhliusstr. 38, 24103 Kiel) statt
  • ‘Einen ganzen Tag wandern und Deutsch sprechen’ ist das Motto, wenn sich sich Sprachanfänger mit Muttersprachlern treffen und 2-4 mal pro Monat wandern gehen. Infos und Termine über: Telegram (t.me/KielWanderAtlas) oder auf der Webseite http://wanderatlas.projektnord.de.
  • Weiterlesen: Der Sprachtreff von “Kiel hilft” im Wander der Zeit

Wo bleiben die Schilder und Markierungen?

Pressemitteilung: Erneut Thema bei den Fahrradfreunden Russee-Hammer war die aktuelle Situation bei der Verwirklichung von Fahrradstraßen im Stadtteil. Vor allem die bereits angekündigten, aber bsher nicht erfolgten Beschilderung- und Markierungsarbeiten im Sackgassenbereich der Spreeallee stießen in ihrer jüngsten Versammlung auf Kritik. „Der Beginn der offiziellen Umwidmung war im Mai für nach den Sommerferien zugesagt worden. Passiert ist bis heute nichts“, merkt dazu Rad-Aktivist Michael Wagner an. „Die von der Stadt Kiel vorgetragene Begründung fehlender Verwaltungskapazitäten können wir immer weniger Glauben schenken: Für andere gleichartige Projekte – siehe die Markierungsarbeiten auf der Veloroute Jungfernstieg in diesen Tagen– sind sie ja offenbar vorhanden“.


Auch bei der Ausweisung des Redderkamps bewegt sich aus Sicht der Aktivisten viel zu wenig: „Bei diesem Thema erwarten wir, dass die Russeer Ratsmitglieder aktiv werden: Sie sollten nachfragen, woran es hier noch hakt“, fordert Fahrradfreund Olaf Busack. „Die Antwort kann dann möglicherweise Grundlage für politische Anträge sein, die die Realisierung der vom Ortsbeirat Russee/Hammer/Demühlen unterstützten Fahr-
radstraße befördern sollen.“


Erfreulicher waren aus Sicht der Fahrrad-Aktivisten aus Russee und Hammer die Informationen, die ihnen Moritz Breske, Leiter des Rewe-Centers in Hassee, auf dem Aktiventreffen überbrachte. Er berichtete von den Umbaumaßnahmen auf dem Parkparkplatz des Einkaufszentrums, die zu deutlich mehr Fahrradfreundlichkeit führen sollen. „Dass sich große Läden wie Citti und Rewe von sich aus in dieser Hinsicht bemühen, sollte Vorbild für viele andere Handelsunternehmen im Kieler Süden sein“, kommentierte Fahrradfreund Peter Marx die Akivitäten des Rewe-Centermanagers.


Wichtige Themen aufgreifen wollen die Fahrradfreunde Russee-Hammer auch auf ihrer kommenden Versammlung: So haben sie ein Gespräch bei Susanne Glüsing, neu gewählte Vertreterin von Russee im Seniorenbeirat der Stadt Kiel, angefragt. Dabei sollen beispielsweise Konflikte zwischen Radfahrern und älteren Menschen erörtert werden. Die Verankerung des örtlichen Radverkehrs bei der nahenden Kommunalwahl ist als weiteres Thema angedacht.


Das Aktiventreffen findet am Mittwoch, 11. Januar in der „Anlaufstelle Nachbarschaft“, Rutkamp 77 um 19 Uhr statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen (weitere Informationen unter: www.fahrradfreunde-
russee hammer. jimdo.com
) .

Foto: Carsten Frahm. Es zeigt von links nach rechts die Fahrradfreunde Peter Marx, Dr. Christian Dankert, Olaf Busack und Wolfgang Jureczek im Sackgassenbereich der Spreeallee – die vorgesehene Fahrradstraße.

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Sternfahrtpokal bleibt in Russee


 

Protest in Kiel gegen Räumung von Lützerath

Am Mittwochabend protestieren Klimaschützer*innen gegen die Räumung des besetzten Dorfes Lützerath am Tagebau Garzweiler in Nordrhein-Westfalen. Die Demonstration beginnt um 19 Uhr am Hauptbahnhof in Kiel.

Pressemitteilung: Die Demonstrierenden protestieren gegen die Räumung des besetzten Dorfes Lützerath am Tagebau Garzweiler und die weitere Befeuerung der Klimakrise durch die Verstromung von Braunkohle. 
“In Lützerath verläuft die Grenze des Pariser Klima Abkommens. Fällt Lützerath, ist auch das 1,5 Grad Ziel der Bundesregierung Geschichte.” beschreibt Aktivist Ben Hansen die Lage. Zuletzt beschlossen Robert Habeck und Mona Neubaur (beide Bündnis 90/Die Grünen) in Absprache mit RWE den Kohle Ausstieg auf 2030 vorzuziehen. Dies beinhaltete, dass einzelne Kraftwerke länger laufen währen das Geamtdatum vorgezogen wird. Mehrere unabhängige Gutachten lassen darauf schliessen, dass durch einzelne verlängerte Laufzeiten von Kraftwerken nur wenig bis gar keine CO2 Emissionen eingespart werden. “Kohleausstieg war schon immer Handarbeit. Auch mit einem grünen Vizekanzler.” kommentiert eine Aktivistin die anonym bleiben möchte, und kündigt an mit mehreren Leuten nach Lützerath zu reisen um dort die Besetzung zu unterstützen. 

Das Dorf Lützerath ist seit 2,5 Jahren von Aktivistinnen besetzt. Bis Anfang Oktober wohnte noch der letzte Landwirt auf seinem Hof. Die Aktivistinnen bewohnen den Ort in den übrig gebliebenen Häusern, Zelten und Baumhäusern. Zudem wurden hölzerne Strukturen wie Tripods und Monopods gebaut um die Räumung zu erschweren. 
Schon am Dienstag kam es zu ersten Auseinandersetzungen der Aktivistinnen mit der Polizei, nachdem die Polizei versuchte in das Dorf einzudringen. Aktivistinnen kletterten auf hölzerne Vorrichtungen, Barrikaden brannten und vereinzelte Festnahmen erfolgten. 

Bild von Dominic Wunderlich auf Pixabay