Archiv der Kategorie: Stadtteile

Europawahl: so wählte Kiel

Das vorläufige Ergebnis der Europawahl für Kiel liegt vor. Die Beteiligung betrug 62 Prozent.

28.409 Personen wählten GRÜNE, das entspricht 24,4 Prozent. Damit schnitten die Grünen von allen Parteien am besten ab . Allerdings waren es 12,6 Prozentpunkte weniger als bei der letzten Europawahl. Sind die Grünen Gewinner oder Verlierer dieser Wahl? Beide Deutungen sind möglich!

22.720 Personen wählten CDU, das entspricht einem Anteil von 19,5 Prozent (+ 2,7).

19.837 Personen wählten SPD, das entspricht einem Anteil von 17 Prozent (+ 0,6).

9.351 Personen wählten AFD, das entspricht 9 Prozent (+ 2,1).

Weitere Ergebnisse:

FDP: 5,2 Prozent (+ 0,3)

VOLT: 5,2 Prozent (+ 4,1)

DIE LINKE: 4,8 Prozent (-1,1)

BSW: 3,8 Prozent

Ein Blick auf die Stadtteile: hier fällt auf, dass vor allem die zentralen Stadtteile auf dem Westufer so wie Gaarden grün gewählt haben. In den Stadtteilen Ravensberg/Brunswik/ Düsternbrook sowie Schreventeich/ Hasseldieksdamm stimmten gut 33 Prozent für die Grünen.

Der einzige Stadtteil in der Hand der SPD ist Ellerbek/ Wellingdorf.

Die äußeren Stadtteile wählten überwiegend CDU. Vor allem in Schilksee, wo die CDU ihr Spitzenergebnis von 31,4 Prozent erzielte.

Quelle: https://www.kiel.de/de/politik_verwaltung/wahlen_abstimmungen/index.php

Goethestraße: mehr Sicherheit für Fußgänger

Der Umbau der Goethestraße ist vollendet.

Anlass für den Umbau war der Weg um den Schrevenpark. Wer dort in der Dunkelheit zu Fuß ohne Warnweste unterwegs war, wurde von Radfahrenden nicht gesehen, was bei diesem von Bäumen gesäumten Weg auch schon in der Dämmerung zu gefährlichen Situationen führte. Nach dem Umbau ist der Weg um den Schrevenpark ein reiner Fußweg.

Die Straße ist eine Fahrradstraße geworden. Hier dürfen Fahrräder auch nebeneinander fahren und Kraftfahrzeuge müssen grundsätzlich hinter den Fahrrädern bleiben. Durch diese Regelung ist die Goethestraße zwar noch befahrbar, aber nicht mehr als Durchgangsstraße geeignet. Ein Teil der Goethstraße ist sogar als Sackgasse deklariert und mit Pollern abgetrennt, sodass ein Durchfahren mit dem Kraftfahrzeug gar nicht mehr möglich ist.

Dieser Umbau hatte im Vorfeld für viel Unmut gesorgt, vor allem weil Parkplätze wegfielen: 15 reguläre und ein paar irreguläre. Für alle, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, ist es jetzt jedoch sicherer und bequemer geworden.

Die neue Regelung muss allerdings noch ankommen bei allen Verkehrsteilnehmern. Eine Anwohnerin sagte mir, dass immer noch manche mit dem Fahrrad auf dem Fußweg fahren, obwohl sie jetzt die ganze Straße zur Verfügung haben.

Als ich mir die Straße ansah, waren viele Fahrräder und wenige Autos unterwegs. Die noch vorhandenen Parkplätze waren überwiegend belegt, aber es gab auch noch einige Lücken. Ich beobachtete auch das Wendemanöver eines PKW hinter den Pollern. Die Fahrerin war offensichtlich nicht auf die neue Sackgasse vorbereitet.

Mit der Zeit werden sich alle an die neue Regelung gewöhnen.

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kn online: Goethestraße in Kiel jetzt Fahrradstraße

Goethestraße: Protest wegen Abbau von Parkplätzen

Wo bleibt das Gutachten zur A21-Anbindung?

Pressemitteilung des Kieler Bündnisses “Vorfahrt für den Klimagürtel” vom 29. Mia 2024:

Für das Kieler Bündnis “Vorfahrt für den Klimagürtel” ist die DEGES-Planung der A21-Anbindung an Kiel im Auftrag des Bundes und des Landes völlig inakzeptabel. Eine Studie, die vollständig intransparent ohne jegliche Beteiligung der Menschen und Akteure von vor Ort erstellt und nur heimlich hinter verschlossenen Türen im kleinsten Kreis vorgestellt wird oder wurde, bei der der Oberbürgermeister einer Landeshauptstadt höchstens am Katzentisch Platz nehmen darf, ist schon lange nicht mehr zeitgemäß.

Laut Berichterstattung der Kieler Nachrichten vom 16.4.24 ist das ursprünglich für 2021 angekündigte DEGES-Gutachten fertig und solle nun “bald” öffentlich vorgestellt werden (1). Dies ist aber nach wie vor nicht geschehen. Das Bündnis fragt in diesem Zusammenhang, ob die öffentliche Präsentation ein weiteres Mal verschoben wurde, weil einzelnen Akteuren im Landesministerium die Ergebnisse wieder nicht in die politische Agenda gepasst haben.

Aus Sicht des Bündnisses hat insbesondere die Landespolitik jegliches Vertrauen auf ein transparentes und fachlich einwandfreies Verfahren verspielt. Eine Anfrage von Seiten des Bündnisses auf Einsicht in den Schriftverkehr wurde vom Wirtschaftsministerium bereits im März mit Verweis auf den “Schutz des öffentlichen Interesses” abgelehnt (2).

Das Bündnis verlangt hier vollständige Aufklärung. „Wir fordern den Verkehrsminister dazu auf, den Schriftverkehr, der zu den weiteren Prüfungen und Verzögerungen führte, zu veröffentlichen“, sagt Niklas Hielscher als einer der Sprecher des Bündnisses. “Nur so kann wieder Vertrauen aufgebaut werden.”

Das Bündnis verweist darauf, dass bei zeitgemäßen Infrastrukturplanungen die Bürger*innen nicht erst beteiligt werden, wenn schon alles entschieden wurde. Insbesondere die Planung der Kieler Stadtbahn zeigt, wie eine transparente Planung funktionieren kann.

Das Bündnis erinnert daran, dass sich die Landeshauptstadt Kiel mittlerweile eindeutig positioniert hat. So wird nicht nur die mutmaßlich obsolete Südspange Kiel zugunsten einer zukunftsorientierten Verkehrspolitik verworfen, sondern auch die direkte A21-Anbindung an das Barkauer Kreuz, die eine zusätzliche, voll ausgebaute Nebenstrecke durch Grüngürtel, Kleingärten und das Wohngebiet Gaarden Süd notwendig machen würde. Mit einer optimierten B404-Anbindung wäre diese Nebenstrecke zum Wohle aller obsolet.

Das Bündnis fordert die Stadt auf, ihren Standpunkt offensiv gegenüber Bund und Land zu vertreten: “Statt jetzt zwei Fahrspuren der B404, die aktuell vom Süden nach Kiel hereinführen, wären zukünftig sechs notwendig, wenn die Nebenstrecke kommen würde. Das wäre eine völlig unnötige Verdreifachung der Straßenkapazität für Autoverkehr zu Lasten von Erholung, Natur, Stadtklima und Verkehrswende” so Niklas Hielscher abschließend.

Bundesweit werden am kommenden Wochenende Aktionen für ein sofortiges Moratorium für den Neubau und Ausbau von Autobahnen und Bundesstraßen stattfinden (3). Neben einer Fahrradsternfahrt gegen den Weiterbau der A20 von verschiedenen Orten ist auch für Kiel eine Aktion am Ende der A215 angemeldet worden, die aber (aktueller Stand heute) nicht genehmigt wurde (4).

Verweise:
(1) https://www.kn-online.de/lokales/kiel/suedspange-kiel-gutachten-zum-ausbau-der-a21-ist-fertig-QIVI3IIPCRD5VCHEYZYVGTXWLQ.html
(2) https://fragdenstaat.de/anfrage/praesentation-deges-suedspange-a21-izg-sh-vig/
(3) https://www.buendnis-verkehrsinitiativen.com/Aktionstage/
(4) https://tkkg.noblogs.org/post/2024/05/29/kiel-angemeldete-strassenblockade-verboten-klage-vor-verwaltungsgericht-angekuendigt/

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Gutachten zur A21-Anbindung wird überarbeitet

Schau mal in den Schaugarten des NaturGarten e.V.!

Der Schaugarten der Kieler Regiogruppe des NaturGarten e.V. lädt zum „Tag der offenen Gärten in Schleswig-Holstein“ am 16. Juni ein. Er liegt am Hasseldieksdammer Weg gegenüber dem Kilia Sportplatz. Ich durfte den Garten schon vorher besichtigen und bin beeindruckt.

Zu den zahlreichen Biotopen gehören Blühwiesen, die nur zwei mal im Jahr gemäht werden. Dafür haben einige Aktive einen Sensen-Kurs absolviert, denn Sensen ist gar nicht so einfach. Zwischen den Blühwiesen führen gemähte Wege, und eine Sitzfläche mit kurzem Gras darf auch nicht fehlen. Ich lerne, dass auch kurzer Rasen seine Bedeutung für Insekten hat.

Auf der Obststreuwiese wachsen diverse Obstsorten: Apfel, Birne, Mirabelle, Kirsche. Da es sich um eine Doppelparzelle handelt, ist ausreichend Platz vorhanden.

Weitere Biotope sind ein Sandbeet, eine Totholzhecke, eine Trockenmauer, und auf einer schon verhandenen Betonplatte darf Moos wachsen. Auf Hügelbeeten wird etwas Gemüse angebaut.

Prinzipien des NaturGartens

Der Begriff Naturgarten ist nicht geschützt und wird auch nicht ganz einheitlich verwendet. Der NaturGarten e.V. schlägt folgende Prinzipien vor.

  • Die Kräuter, Blumen und Stauden sollen heimische Gewächse sein.
  • Auf Chemie und Torf wird verzichtet.
  • Durch Upcycling kann Baumaterial aus der Umgebung zum Einsatz kommen.
  • Vielfalt dient den Insekten und Vögeln.

Diese Prinzipien werden im Schaugarten exemplarisch gezeigt. Silvie Boosen betont, dass der ökologische Aspekt auch beim Bauen umgesetzt wird. Beispiel Restaurierung der Gartenlaube: den Boden legen sie mit Ziegelsteinen aus Abbrüchen in anderen Gärten aus. Es sieht sehr schön aus!

Unterschiedliche Talente

Die Gruppe ist groß. Zu den 25 Personen gehören auch fünf Kinder. Ein „harter Kern“ von immer noch etwa 15 Personen ist besonders engagiert. Antonia sagt: „ Es ist toll, wie alle ihre unterschiedlichen Talente einbringen:“ Besonders praktisch sind natürlich die Kenntnisse von zwei gelernten Gärtnerinnen und einem Bauingenieur. Letzterer plant den Umbau der Laube.

Auf dem Foto von links: Silvie Boosen, Antonia Koppe, Matthias Zimmermann und Stefan

Viele der Aktiven haben auch eigene Gärten und „eigentlich haben wir genug zu tun“, sagt eine. Aber durch diese Vernetzung fließt neben Garten Knowhow auch so mancher pflanzlicher Ableger in den Gemeinschaftsgarten.

Zur Historie des Schaugartens

Der Schaugarten hat seine Wurzeln in der Widerstandsbewegung gegen Möbel Kraft/ Höffner. Zu dieser Zeit waren viele Gärten in den Kleingarten-Gebieten Prüner Schlag und Brunsrade unverpachtet und verwildert. Eine Gruppe startete das Parzellen-Pacht-Projekt mit dem Ziel, gemeinsam verwilderte Parzellen wieder urbar zu machen, sodass sie verpachtet werden konnten. Aus diesem Projekt entstand ein Geflecht von einzeln oder gemeinschaftlich bewirtschafteten Gärten. 2021 nahm die Regiogruppe des NaturGarten Vereins Kontakt auf. Der jetzige Schaugarten wurde schnell zum Fokus der Vereinsaktivitäten.

Mit Workshops, Beteiligung am „Tag der offenen Gärten“ und anderen Aktionen bringen die Aktiven die Prinzipien des Naturgartens dem interessieren Publikum näher. Sie bieten auch Beratungen an.

Für die nächste Zeit stehen weitere Projekte an:

  • Laube fertig bauen.
  • Teich anlegen
  • Sumpfgebiet, das auch trocken fallen darf
  • Senkgarten mit Sitzecke

Mitarbeit ist möglich!

Du musst nicht in den Verein eintreten um mitzumachen. Die offenen Treffen finden immer am 4. Sonntag im Monat um 11 Uhr statt. Um 13 Uhr schließt sich der gesellige Teil an.

Am Ende meines Besuchs gab es noch große Aufregung: ein Feuerfalter wurde gesichtet! Das Beobachten des Insektenlebens gehört unbedingt zu den Freuden des naturnahen Gärtnerns.

Adresse: Hasseldieksdammer Weg 165 | Garten Nr. 409 | 24114 Kiel

Homepage des Vereins

Offener Garten

Naturgruppe möchte Nachbarschaft begrünen und verschönern

Die Naturgruppe der ANNA Beseler Allee trifft sich einmal im Monat in der Anlaufstelle Nachbarschaft (ANNA) um Aktivitäten zu besprechen. Ich durfte diese Woche dabei sein und dem Sprudeln der Ideen zuhören.

Das Ziel der Naturgruppe ist es, Kiel zu begrünen.

Ein Fixpunkt ist das regelmäßige Müllsammeln in der Nachbarschaft. Im Herbst räumen sie auch Blätter von den Gehwegen, damit Rollstühle und Kinderwagen gut durchkommen. Besonders viel zu tun gibt es immer rund um die Altglas-Container.

Gerade haben sie auch mit dem Bepflanzen von Baumscheiben begonnen. Das sieht nicht nur schön aus, sondern dient auch der Müllvermeidung. Denn sie beobachten, dass gepflegte Baumscheiben seltener von Littering betroffen sind. Erste geschenkte Pflanzen sind schon eingepflanzt und müssen gegossen werden.

Thema war heute:

  • Wo können sie noch Kippendosen auslegen?
  • Wie können sie den Hof mit einem Mikrogarten verschönern?
  • Was wollen sie mit geretteten Europapaletten anfangen, vielleicht ein Parklet?

Zur Gruppe gehören 16 Personen und die Beteiligung ist rege. Besonders heiß diskutiert wird immer der Monatstipp, den sie auf einem Pappschild ins Fenster stellen. Diese Tipps greifen ins Alltagsleben ein und da geht es um Alltagstauglichkeit und auch eigenes Verhalten. Die Empfehlung für diesen Monat bezieht sich auf das Rasen Mähen.

In der ANNA Beseler Allee haben sich sagenhafte 20 Gruppen mit ganz unterschiedlichen Zielen zusammengefunden, etwa zum Walking, Schwimmen, Boule Spielen, Schnacken. Die größte Gruppe ist die „Spontangruppe“, die spontan entscheidet, was sie machen möchte. All diese „Basisgruppen“, wie sie hier heißen, treffen sich 14-tägig in der Mensa der Reventlou-Schule. „Wir ergänzen uns sehr gut“, beschreibt Erna Lange die Synergien, die bei diesen Treffen entstehen.

Wenn du Interesse an der Gruppe hast: Das nächste Naturgruppen-Treffen ist am 19.Juni um 18 Uhr in der ANNA, Beselerallee 55 (Eingang Gerhardstr.) Oder komm zum gemeinsamen Müllsammeln am 15. Juni, Treffpunkt 15 Uhr vor der ANNA. Die Müllsammel-Termine stehen auch auf der Homepage des ABK.

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Gartenevents in Kiel

Kieler Stadtbahn zur Uni: Nadelöhr Samwerstraße

Die Vorzugsvariante für die Stadtbahn von Dreiecksplatz bis Bremerskamp liegt vor. In der Vorstellung am 8. Mai in der Ricarda-Huch-Schule ging es um die Raumaufteilung entlang der Trasse. Die Stadtbahn (auch Tram genannt) verläuft mittig. Daneben muss irgendwie Platz sein für Haltestellen, Radwege, Autospuren, Parkplätze, Lieferzonen, Bäume. Für die verschiedenen Straßenabschnitte hat das Ingenieursbüro Ramboell unter Mitwirkung von zahlreichen Öffentlichkeitsbeteiligungen verschiedene Lösungen herausgearbeitet. Besonders eng wird die Haltestelle Samwerstraße, erklärte Nils Jänig (Ramboell) , als er die Vorzugslösung präsentierte.

Die Stadtbahn wird auf der vorgestellten Strecke folgende Haltestellen anfahren:

  • Dreiecksplatz
  • Ansgarkirche
  • Samwerstraße
  • Uni Audimax
  • Uni-IPN
  • Uni Sportstätten
  • Leibnizstraße
  • Bremerskamp

Holtenauerstraße: weniger Autoverkehr

Auf der Holtenauerstraße wird der Autoverkehr vermutlich abnehmen. Denn hier wird es auf jeder Seite der Schienen nur noch eine Autospur geben. Außerdem gilt Tempo 30. Und einige Abbiegemöglichkeiten entfallen. Wer schnell auf dem Westufer von Süden nach Norden will, wird wahrscheinlich auf den Knooper Weg oder die Feldstraße ausweichen.

Bergauf erhält der Radverkehr eine eigene Spur, bergab teilen sich Autos und Fahrräder eine Spur.

Die Raumaufteilung sieht so aus: In der Mitte die Stadtbahn, daneben, Fahrbahnen für Kfz und Fahrräder, dann „Multifunktionsstreifen“ für Parkplätze, Lieferzonen, Bäume. Gastronomie.

Nadelöhr Samwerstraße

Die Haltestelle Samwerstraße ist eher eng. Die Vorgärten werden nicht angetastet. Hier soll ausnahmsweise der Radweg zwischen Gleis und Haltestelle verlaufen. Wenn die Tram hält, müssen die Radfahrenden ebenfalls halten, um die Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen.

Uni-Campus

An der Haltestelle Uni-Sportstätten wird es die Möglichkeit geben, in den Bus umzusteigen.

Eine Besonderheit der Stadtbahn auf dem Campus: hier soll auf einer begrenzten Strecke auf Oberleitungen verzichtet werden, um die sensiblen Forschungsgeräte nicht zu stören. Auf Menschen hat das Elektromagnetische Feld dagegen keine Auswirkung, so die Planer. Früher flimmerte der Fernseher, auch das wird nicht mehr passieren.

Weniger Parkplätze, weniger Bäume

Zehn Prozent der Parkplätze fallen weg, ohne Ersatz. Bei den Bäumen ist die Bilanz noch unklar. Einerseits werden Bäume gefällt werden, wie viele konnte Herr Jänig noch nicht sagen. Gleichzeitig ist für den Campus eine Promenade mit Bäumen geplant.

Die Linie 4 wird wohl im Zehn-Minuten-Takt fahren. Auf der Holtenauerstraße verkehrt zusätzlich eine Linie, die bis zum Kanal führt, sodass der Takt auf diesem Abschnitt kürzer sein wird.

Auf der Olshausenstraße wird es parallel zur Tram auch noch Busverkehr geben.

Diese Vorzugslösung wird nun ihren Weg durch die Fachausschüsse und Ratsversammlung nehmen.

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Stadtbahn auf der Kiel Homepage

Eine Stadtbahn für Kiel ist parteiübergreifender Konsens

Aktuelleres Bild von vermisstem Mädchen

Nachtrag vom 30. 4. : Die seit Montag vermisste 16-Jährige ist am heutigen Tage im Bundesgebiet angetroffen worden und befindet sich wieder in Kiel bei ihrer Familie.

Das gestern veröffentliche Bild von ….. wurde zwischenzeitlich durch ein aktuelles Bild ersetzt. Dieses zeigt ihre Erscheinung deutlich besser als das zuvor veröffentliche Bild und dürfte entsprechend besseren Wiedererkennungswert haben.

Die 16-Jährige wurde zuletzt am Montagabend gegen 18 Uhr in der Schulstraße in Kiel gesehen. Sie ist auf ärztliche Hilfe angewiesen. Eine Absuche an bekannten Aufenthaltsorten im Kieler Stadtgebiet führte nicht zu ihrem Antreffen. Ermittlungen ergaben, dass sie sich wahrscheinlich nicht mehr im Kieler Stadtgebiet aufhalten dürfte. Bekleidet soll Charleen, wie auf dem Foto zu sehen, mit einer schwarzen Winterjacke sein. Eine Straftat steht nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht in Zusammenhang mit ihrem Verschwinden.

Personen, die Angaben zu ihrem Aufenthaltsort machen können oder sie seit Montagabend gesehen haben, werden gebeten, die Polizei unter 110 oder 0431/ 160 3333 zu informieren.

Der Erste Aufruf

16-Jährige vermisst!

Nachtrag vom 10. April: Die seit Montag vermisste 16-Jährige ist am heutigen Tage im Bundesgebiet angetroffen worden und befindet sich wieder in Kiel bei ihrer Familie.

Seit Montagabend wird die 16 Jahre alte …. aus Kiel vermisst. Da bisherige Suchmaßnahmen der Polizei nicht zu ihrem Auffinden führten, bitten wir Medien und Bevölkerung um Unterstützung.

Das Mädchen wurde am Montagabend das letzte Mal in der Schulstraße in Kiel gesehen. An möglichen Aufenthaltsorten im Kieler Stadtgebiet konnte sie nicht angetroffen werden. Wo sich Charleen derzeit aufhält, ist unbekannt. Es gibt jedoch vage Hinweise, dass sie sich aufgrund sozialer Kontakte im gesamten Bundesgebiet aufhalten könnte. Es ist nicht auszuschließen, dass sie mit dem Zug unterwegs ist. Charleen ist auf ärztliche Hilfe angewiesen. Eine Straftat dürfte nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht in Zusammenhang mt ihrem Verschwinden stehen.

Sie ist ca. 170cm groß und hat eine schlanke Statur. Angaben zu ihrer Bekleidung oder mitgeführten auffälligen Gegenständen können nicht gemacht werden.

Personen, die die Vermisste seit Montagabend gesehen haben oder Angaben zu ihrem Aufenthaltsort machen können, werden gebeten, sich unter 0431/160 3333 mit der Kieler Kriminalpolizei in Verbindung zu setzen.

Alte Mu: langsam schließt sich die Finanzierungslücke

Die Alte Mu, “das kreative Dorf” im Herzen von Kiel plant einen großen Umbau. Rund um die Initiativen im Hof soll es Wohnraum geben: Cluster Wohnen mit gemeinschaftlich genutzter Küche, studentisches Wohnen und Atelierwohnungen. Auch die bestehenden Gebäude brauchen eine Sanierung.

Allein die Planung dieses Projekts benötigt 1,8 Millionen Euro. Im Winter offenbarte sich eine Finanzierungslücke von 320.00 Euro. Durch Spenden und Mitgliedschaften kamen mittlerweile 155.000 Euro zusammen. Bald wird die Alte Mu die nächste Spendenkampagne starten. Noch kann auf gofundme (Link unten) gespendet werden.

Das Kreativzentrum ist ein idyllischer Ort , an dem Nachhaltigkeit gelebt wird. Mit Permakulturgarten, veganem Restaurant, Umsonstladen und anderen Initiativen macht die Alte Mu ein vielfältiges Angebot für einen alternativen Lebensstil. Konzerte und legendäre Feste bringen Gleichgesinnte zusammen.

Schritte im Planungsprozess

Ich traf mich mit Friederike Kopp, Vorstand der Alte Mu Genossenschaft, in ihrem Büro, von wo aus man in den Waldgarten blickt. Meine Frage: Wo steht die Alte Mu im Planungsprozess?

Friederike Kopp von der  Alte Mu Genossenschaft

Zuletzt wurde eine neue Bauvoranfrage gestellt. Dies war notwendig, weil eine Ideenwerkstatt so viele neue Ideen hervorgebracht hatte, dass die ursprüngliche Bauvoranfrage nicht mehr aktuell war. Es wird wohl einige Monate dauern, bis die Bauvoranfrage genehmigt wird.

Die Genossenschaft arbeitet jetzt am Vorentwurf des eigentlichen Bauantrags. Die Kostenschätzung ist bei der Stadt Kiel zur Prüfung abgegeben. Nun geht es an die konkretere Kostenberechnung. Das Projekt wird etwa 30 Millionen Euro kosten.

Die Alte Mu möchte mit Holz bauen. Auch die Fassadenverkleidung und die Fensterrahmen sollen aus Holz sein. Generell sind hohe ökologische Standards geplant. Parkplätze wird es nur wenige geben. Mit fünf Stellplätzen für Car Sharing und einem Fahrradkeller kann der Kieler Stellplatzschlüssel erfüllt werden. Dazu kommt wahrscheinlich eine Service-Zone für Lieferwagen. „Wir wollen so wenig Parkplätze wie nötig“, sagt Frau Kopp.

SPD hat Zweifel

Für Wallung sorgte eine Pressemitteilung des SPD Kreisverbands, in dem angezweifelt wurde, dass Kiels Kreativzentren in der Lage seien, große Bauvorhaben zu planen. In der Mitteilung heißt es: „Die Kreativzentren sollen sich auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren, kreative und innovative Energien zu bündeln und zu fördern. Selber zu bauen gehört nicht dazu.“ Ich fragte Gesine Stück, Vorsitzende der Kieler SPD, ob sich das auch auf die Alte Mu bezieht. Sie bejahte das mit der Begründung, dass alles sehr lange dauern würde bei der Alten Mu. Sie könnte sich auch vorstellen, dass die KiWog das Projekt übernimmt. Friederike Kopp sagte mir dagegen, dass alle Verzögerungen bis jetzt an Behörden lag, unter anderem an der Kieler Verwaltung.

Wem gehört die Alte Mu?

Die Alte Mu Genossenschaft hat einen Erbbaupachtvertrag über 99 Jahre mit dem Land Schleswig-Holstein unterschrieben, allerdings mit aufschiebenden Bedingungen. Die Alte Mu Genossenschaft muss bis Ende Mai 2025 die Planung und die Finanzierung darlegen. Die Stadt Kiel hat zudem ihren Zuschuss von 1 Million Euro an die Bedingung geknüpft, dass sie die Planungsunterlagen bekommt. Aufgrund dieser aufschiebenden Bedingungen ergibt sich die Situation, dass das Land noch Eigentümerin der Gebäude ist, und die Stadt Kiel die Vermieterin. Aber wenn alles gut klappt, wird die Genossenschaft irgendwann die volle Verantwortung im Rahmen des Erbbaupachtvertrags über 99 Jahre erhalten.

Friederike Kopp äußerte sich sehr zuversichtlich, dass alles nach Plan läuft und die Alte Mu weiterhin viel Unterstützung aus der Bevölkerung erhält: „Wir freuen uns über alle, die spenden oder mit Anteil Mitglied werden, um die Alte Mu zu unterstützen.„

Mehr Info:

Homepage Alte Mu eg

gofundme für die Alte Mu

Weiterlesen?

KN online , Artikel vom Januar über die Alte Mu

Permakulturgarten Alte Mu

Wissenschaftliche Vorträge in der Holtenauer Straße

So cool!

Am Samstag, 20. April, sind zwischen 10.30 und 14 Uhr fast 30 Wissenschaftler*innen der Kieler Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu Gast in der Holtenauer Straße.

In Zusammenarbeit mit dem städtischen Wissenschaftsreferat, der KielRegion und dem Verein Die Holtenauer e.V. werden im Rahmen des Festivals der Wissenschaft Themen und Geschäfte zu einem spannenden Programm verbunden.

Leicht verständlich, kurzweilig und informativ werden die Forschenden vermitteln, mit welchen Fragen sie sich aktuell beschäftigen. Sie haben jeweils nur 20 Minuten Zeit dafür. Lassen Sie sich von ungewöhnlichen Fragestellungen und sensationellen Entdeckungen überraschen – hinterher sind Sie hoffentlich ein bisschen schlauer!

Fast jedes Thema wird im Lauf des Vormittags einmal wiederholt, so dass sich jede*r ein abwechslungsreiches Programm zusammenstellen kann.

“Trump II und die Folgen für die deutsche Wirtschaft” oder “Munition im Meer – von der Wissenschaft zur Räumung” , die Spannbreite der Themen ist groß. Und hier geht es zum Programm:

.https://www.wissenschafftzukunft-kiel.de/de/festival_der_wissenschaft/holtenauer.php