Eine Tram für Kiel ist parteiübergreifender Konsens

Fast alle sind für die Tram: In einem Letter of Intent, einer förmlichen Absichtserklärung, gelobten die Chefs von sieben Parteien und Ratsfraktionen ihren Willen zur konstruktiven Zusammenarbeit an diesem Mammutprojekt. Mit dabei sind SPD, Grüne, CDU, FDP, SSW, die Linke, die Politiker*innen. Nicht eingeladen war die Ratsfraktion „Klima, Verkehr & Meer“, die das Vorhaben aber ebenfalls unterstützt. Lediglich die AfD lehnt die Straßenbahn für Kiel ab.

Außerdem einigte man sich auf die Gründung einer städtischen Ausführungsgesellschaft. Der Trassenverlauf soll den Vorschlägen der Trassenstudie folgen.

Das Trassennetz sieht fünf „Finger“ vor. Jeweils von der Innenstadt ausgehend, führt ein Finger in die nördliche Wik bis zur Kanalfähre; ein Finger führt über die Universität nach Suchsdorf; ein Finger führt nach Neumühlen-Dietrichsdorf; ein Finger führt nach Elmschenhagen und einer nach Mettenhof. Die zentrale Trasse verläuft auf der Holtenauer Straße.

Die Kosten werden auf 1,2 Milliarden Euro geschätzt. Ein Teil wird dabei von externen Fördermitteln abgedeckt werden. Diese Förderung könnte gemäß Gutachten bis zu 75 Prozent der Kosten betragen.

Marcel Schmidt , Vorsitzender der SSW-Ratsfraktion drückte die Stimmung in folgenden Worten aus: „Kiels Straßenbahn kommt. Die Arbeit und Entbehrungen der Bauphase werden sich lohnen. Wir sind froh, dass es jetzt endlich losgehen kann.“

Wenn alles gut klappt, könnte Kiel bis 2033 ein modernes Tram-System haben.

(Das Beitragsfoto zeigt die Mainzer Straßenbahn. Auch in Kiel sollen die Schienen, wo immer möglich, auf einer Rasentrasse verlaufen.)

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