Tote von Dänischenhagen: Stand der Ermittlungen


Stadtteile, Themen / 22. Mai 2021

Am Mittwoch, dem 19. Mai fand die Polizei zwei Tote in Dänischenhagen und in der Nacht zum Donnerstag eine weitere Leiche in Kiel, im Hasseldieksdammer Weg. Nach derzeitigen Ermittlungsstand wurden in einem Doppelhaus im Rosenweg, Dänischenhagen ein Mann und eine Frau durch Schüsse getötet. Die Frau ist die getrennt-lebende Ehefrau des Tatverdächtigen. Der 52-jährige Getötete vom Hasseldieksdammer Weg stammt ebenfalls aus dem persönlichen Umfeld des Tatverdächtigen. Das Opfer wies mehrere Schusswunden auf.

Am frühen Mittwochabend stellte sich der 47 Jahre alte Tatverdächtige auf einer Hamburger Polizeidienststelle. Es handelt sich um einen Zahnarzt aus Westensee.

Nach den beiden Tötungsdelikten in Dänischenhagen und Kiel am 19.05.2021 wurde der 47-jährige Tatverdächtige gestern Nachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel einem Haftrichter am Amtsgericht Kiel vorgeführt. Dieser erließ antragsgemäß Haftbefehl.

Der Tatverdächtige befindet sich zurzeit in einer Justizvollzugsanstalt. Er bestreitet nach Angaben seines Rechtsanwalts die Taten nicht, macht aber zu den Taten selber keine Angaben. Die Reihenfolge, in der die 43-Jähige und der 53-Jährigen in Dänischenhagen und der 52-Jährige in Kiel getötet wurden, konnte noch nicht abschließend ermittelt werden.

Bei der Durchsuchung seines Hauses in Westensee am Mittwoch fanden Ermittler keine erlaubnispflichtigen scharfen Waffen. Die Beamten stellten jedoch mehrere erlaubnisfreie Waffen sicher, die von der Kriminaltechnik untersucht werden müssen. Der tatverdächtige war Jäger. Nach jetzigem Ermittlungsstand hat der Tatverdächtige alle auf ihn zugelassenen Waffen bereits Anfang dieses Jahres abgegeben.

NS-Devotionalien, die eine strafrechtliche Relevanz haben könnten, fanden die Ermittler nicht. Es wurden jedoch Gegenstände sichergestellt, die in diesem Zusammenhang noch untersucht und bewertet werden müssen.

Hinweise, dass dem Tatverdächtigen die Approbation als Zahnarzt entzogen worden ist, liegen den Ermittlern nicht vor.

Heute Nachmittag suchten Polizeitaucher nach Waffenteilen im Stadthafen von Eckernförde. Im Rahmen der Ermittlungen ergab sich der Verdacht, dass Teile einer Tatwaffe im Hafenbecken versenkt wurden. Die Polizeitaucher fanden mehrere Waffenteile, die vermutlich der Tat zugeordnet werden können und kriminaltechnisch untersucht werden müssen.

Daneben führten Beamte des Landeskriminalamtes Hamburg am Tatort in Dänischenhagen einen 3-D Scan durch, dessen Ergebnis die Ermittlungen unterstützen soll.

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