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Messerstecherei am Rande vom Weihnachtsmarkt

Kiel: Die Polizei berichtet von einer lebensgefährlichen Messerstecherei am Holstentörn am Rande des traditionellen Weihnachtsmarktes auf dem Holstenplatz. „Am 23. November kam es am Rande des Weihnachtsmarktes zu einem versuchten Tötungsdelikt. Ein 29-Jähriger verletzte einen Mann mit einem Messer schwer, jedoch nicht lebensgefährlich. “ Für die Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern , die sich kannten, vermutet die Polizei einen persönlichen Streit.

Die Kieler Nachrichten beschreiben, dass ein Zeuge die gewaltsame Auseinandersetzung am Holstentörn beobachtete und die Polizei alarmierte. Es kamen KOD, Polizei, Notarzt und Rettungswagen.

Die Polizei zeigt täglich Präsenz auf den Kieler Weihnachtsmärkten. Anlasslose Taschenkontrollen sind seit diesem Jahr möglich. Bis jetzt wurden 200 Personen kontrolliert. Die Kontrollen brachten eine Luftdruckpistole, einen Schlagring und ein Taschenmesser ans Licht.

Die Zahl der Straftaten auf dem Weihnachtsmarkt hat gegenüber 2023 abgenommen. Es gibt bis jetzt weniger Diebstahl, weniger Sachbeschädigung. Allerdings trübt das versuchte Tötungsdelikt die Statistik ganz gewaltig.

Die Gefahr, Opfer einer Messerattacke zu werden, ist insgesamt gering. Dennoch ist bemerkenswert, dass die Kriminalstatistik deutschlandweit seit zwei Jahren einen sprunghaften Anstieg verzeichnet. Die erfassten Fälle der Gewaltkriminalität liegen über dem Vor-Corona-Niveau. Vor allem Messerattacken haben zugenommen. Der Spiegel schreibt: „Besonders im öffentlichen Fokus stehen zudem Angriffe mit dem Messer. Ein Phänomen, dass Experten erst seit einigen Jahren in dieser Massivität beobachten. “ (Der Spiegel: Die Angst geht um, Bericht vom 30.11. 2024).

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Bericht der Polizeidirektion Kiel

Kieler Weihnachtsmärkte 2024

Messerstecherei am Ziegelteich

Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft:

In der Nacht von Freitag auf Samstag kam es vor einem Lokal am Ziegelteich zu einer Auseinandersetzung, bei der mehrere Personen Stich- und Schnittverletzungen erlitten. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei haben die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts aufgenommen und suchen nach Zeuginnen und Zeugen. Die Staatsanwaltschaft lobte eine Belohnung aus.

Nach Zeugenaussagen habe sich eine Gruppe von drei Männern im Alter von 23 und 27 Jahren gegen 01:30 Uhr auf dem Gehweg direkt vor dem Lokal an der Einmündung Ziegelteich / Lange Reihe aufgehalten, als eine drei- bis vierköpfige Gruppe an ihnen vorbeigegangen sei. Es sei zunächst zu Beleidigungen, ausgehend von der hinzugekommenen Gruppe, gekommen. Ein weiterer 23-Jähriger habe noch versucht, zwischen den Gruppen zu schlichten. Im weiteren Verlauf sei es zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen, bei der zumindest ein Tatverdächtiger ein Messer eingesetzt haben soll.

Im Zuge der Auseinandersetzung erlitt der zuletzt hinzugekommene 23-Jährige eine zunächst lebensbedrohliche Stichverletzung am Oberkörper. Sein Zustand ist mittlerweile aufgrund notärztlicher Behandlung stabil. Eingesetzte Rettungskräfte versorgten vor Ort einen 23 und einen 27 Jahre alten Mann mit oberflächlichen Schnittverletzungen an den Armen und einen 23-jährigen, der durch Schläge im Gesicht verletzt wurde.

Die Gruppe Tatverdächtiger sei nach Zeugenaussagen im Anschluss an die Auseinandersetzung in unbekannte Richtung geflüchtet. Eine sofort eingeleitete Fahndung mit zahlreichen Streifenwagen aller Kieler Reviere verlief ohne Erfolg.

Die Tatverdächtigen werden als Mitte 20 Jahre alt und vermutlich südeuropäischer Herkunft beschrieben. Konkretere Angaben konnten bislang nicht gemacht werden.

Im Rahmen der ersten Befragungen der Geschädigten sowie Zeuginnen und Zeugen dürfte der Streit seinen Ursprung offenbar aufgrund der lackierten Fingernägel eines der Geschädigten haben. Er sei in beleidigender Weise von einem der Tatverdächtigen darauf angesprochen worden, woraufhin sich zunächst ein Streitgespräch zwischen den Parteien entwickelt habe.

Weitere Angaben können zum jetzigen Zeitpunkt nicht gemacht werden.

Zeuginnen und Zeugen, die noch nicht von der Polizei befragt wurden und die Angaben zum Hergang oder den Tatverdächtigen machen können, werden gebeten, sich unter 0431 / 160 3333 mit der Kriminalpolizei in Verbindung zu setzen. Die Staatsanwaltschaft Kiel hat für Hinweise, die zur Ermittlung und Ergreifung der Täter führen, eine Belohnung von 2.000 Euro ausgelobt.

(Foto von Christian Alexander Tietgen)