Caterpillar baut Stellen ab

Die Motoren-Abteilung von „Caterpillar“ war schon länger in Schwierigkeiten. Trotzdem kam das Aus überraschend. Im Juli informierte das amerikanische Unternehmen die Belegschaft per Video-Botschaft: Ende 2022 sollen keine mittelschnelllaufenden Motoren mehr produziert werden. Am Kieler Standort in Friedrichsort wird auf Service umgestellt.

Von den drei Standorten in Norddeutschland bleibt nur Kiel übrig. Henstedt-Ulzburg und Rostock schließen. Von den insgesamt 930 Mitarbeitern werden nur 200 übrigbleiben, am Standort Kiel. Sie werden sich um den Service kümmern. Der Service spielt bei Schiffsmotoren eine große Rolle.

Am 17. September rief die IG Metall zu einer Kundgebung auf. Etwa 1.000 Menschen protestierten gegen den Stellenabbau.

Caterpillar fertigt seit 1997 Motoren für Schiffe. Auf diesem Gelände befand sich im ersten Weltkrieg die „kaiserliche Torpedowerkstatt“. Nach dem Krieg begann die „Deutsche Werke AG“ Schiffsausrüstungen zu produzieren. Es folgte 1979 die „Krupp Maschinenbau GmbH“, dann „MaK Motoren“. 1997 übernahm „Caterpillar“.

Ende September begannen Verhandlungen zwischen Arbeitgeber, Betriebsräten und der IG-Metall. Um den Motorenbau zu erhalten, müsste ein anderer Eigentümer gefunden werden.

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Aus-fuer-Caterpillar-in-Kiel-Politik-voellig-ueberrascht,caterpillar136.html

https://www.t-online.de/region/kiel/news/id_90886340/caterpillar-bleibt-bei-abbauplaenen-fuer-kiel-und-rostock.html

https://www.zeit.de/news/2021-09/29/caterpillar-bleibt-bei-abbauplaenen-fuer-kiel-und-rostock

https://www.igmetall.de/im-betrieb/caterpillar-beschaeftigte-demonstrieren-gegen-schliessung-

Historie des Standorts: https://veus-shipping.com/2021/07/aus-fuer-mak-motoren-in-kiel-und-rostock/

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