Katzheide am ausgestreckten Arm verhungern lassen


Allgemein, Stadtteile, Themen / 27. September 2016

Die gute Nachricht: Das Freibad Katzheide war diesen Sommer wieder geöffnet. Die schlechte Nachricht: Das Freibad war auschließlich während der Sommermonate geöffnet und am Anfang des Sommers bis zum Beginn der Sommerferien mit sehr ungünstigen Öffnungszeiten (nur nachmittags.) Ausgerechnet während der Hitzewellen Ende Mai und im September waren die Tore geschlossen.

Die Bürgerbeteiligung verlief teilweise turbulent, da sich die BürgerInnen mit Vorgabem konfrontiert sahen, die eine Verkleinerung nahelegten. Das Ergebnis war dann aber eindeutig. Sie wählten die Variante “Alles bleibt wie es ist.”

Die Verschriftlichung de Präsentation der Ergebnisse liegt jetzt vor. Der Wunsch , wie er sich in der Bürgerbeteiligung herauskristallisierte, lautet: “Das Sommerbad Katzheide bleibt in seinen Ausmaßen , Funktion und Lage wie bisher erhalten, einschließlich 50-Meter-Bahn. Das Bad wird nachhaltig saniert. Eine Verbindung mit dem Sport- und begegungspark wird nicht hergestellt.” http://www.kiel.de/leben/sport/katzheide/42_Ortsbeirat_Gaarden_Paesentation_20_Juli_16.pdf S. 12. Das war auch der Tenor der mündlichen Präsentation im 20 Juli . (mein Bericht) Den anderen Varianten, die eine von der Verwaltung gewünschte und nicht wirklich begründete Verkleinerung von Areal und Becken vorsahen, wurden mehrheitlich abgelehnt.

Die Ergebnisse der Beteiligung der Kinder und Jugendlichen waren diffuser und bezogen auch keine Stellung zu der Frage nach Verkleinerung, wohl auch weil das nicht thematisiert wurde.

An der Verschriftlichung möchte ich folgendes kritisieren. Am Ende des Textes erscheinen die Ergebnisse der Kinder-und Jugendbeteiligung. Das hätte klarer gekennzeichnet werden sollen. Die “Varianten I und II” sind nicht die Ergebnisse der Beteiligung insgesamt.

Die Ergebnisse der Erwachsenenbeteiligung sind so eindeutig, dass die Verwaltung dieses Votum nicht wird ignorieren können. Zumindest nicht, wenn sie Bürgerbeteiligung ernst nimmt. Die BürgerInnen wünschen sich ein Katzheide wie es ist, mit einigen Verbesserungen. Das wusste man eigentlich auch schon seit dem erfolgreichen Bürgerbegehren von 2015. Dieser Wunsch ist jetzt noch einmal bestätigt worden.

Es wird nun aber noch einige Zeit dauern bis das Konzept umgesetzt wird. Zunächst wird die Ratsversammlung im Oktober auf der Basis dieser Bürgerbeteiligung eine Vorentscheidung über ein Konzept treffen. Danach wird ein weiteres Beteiligungsverfahren diseses Konzept konkret umsetzen. Mit anderen Worten, es wird jetzt lange weiter geredet. Aber es besteht die Hoffnung, dass es am Ende ein schönes Katzheide wird, mit sanierten Sanitäranlagen und einem Kiosk. Zu wünschen wären auch längere Öffnungszeiten. Dieses Freibad ist mit seinen großzügigen Liegewiesen und Becken ein Schmuckstück von Kiel.

Fazit: Obwohl die Verwaltung sich dem Bürgerbegehren angeschlossen hat und mehrheitlich zumindest in Worten hinter dem Freibad steht, passiert in Wirklichkeit nicht viel. Wertvolle Zeit wird mit in diesem Fall unsinnigen Beteiligungsverfahren vertrödelt. In der Zwischenzeit werden die Besucherzahlen duch ungünstige Öffnungszeiten und sanierungsbedürftige Sanitäranlagen klein gehalten. Das Eiderbad Hammer zeigt, dass es auch anders geht. Hier wurde ganz ohne Beteiligungsverfahren ein Edelstahlbecken mit der Möglichkeit späterer Solarbeheizung für 500 Tausend Euro geplant und Fördermittel  beantragt.

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