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Kiel: Jahrestag des Angriffs auf die Ukraine

Knapp 3,000 Menschen aus der Ukraine sind in Kiel registriert. Die meisten von ihnen leben in Flüchtlingsunterkünften. Am 24. Februar ruft ein demokratisches Bündnis zu einer Solidaritäts-Demo in Kiel auf.

Solidaritätsmarsch in Kiel für Frieden in Europa

Die Veranstaltung unter dem Motto “Keinen Tag länger” beginnt am 24. Februar um 16:30 Uhr auf dem Platz der Matrosen am Hauptbahnhof. Der Abschluss ist gegen 17:30 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Kieler Rathausplatz.

Aus der Pressemitteilung des Flüchtlingsrats SH: ” Zum Solidaritätsmarsch für Frieden in Europa ruft gemeinsam mit der Hochschulgruppe SonyashnyKiel das „Bündnis für Frieden und Solidarität“, ein breites demokratisches Bündnis aus mehreren Organisationen auf. Mit dabei sind Pulse of Europe, der DGB, der Flüchtlingsrat SH sowie die demokratischen Parteien SPD, CDU, Grüne, FDP und SSW.

Vor einem Jahr, am 24. Februar 2022, hat Russland die Ukraine angegriffen. Seit 12 Monaten sterben Menschen durch den Angriffskrieg, werden ukrainische Städte mit Raketen angegriffen, wird die Infrastruktur zerstört. Die Generäle verschweigen das wahre Ausmaß an getöteten Soldaten. Auch bei den zivilen Opfern gibt es nur Schätzungen. Gut 8 Millionen Menschen, 80% davon Frauen und minderjährige Kinder, haben das Land auf dem Fluchtweg verlassen. Gut 15.000 sind davon in Schleswig-Holstein aufgenommen worden. Zunehmend kommen auch Deserteure nach Deutschland, die sich weder auf russischer, belarussischer oder ukrainischer Seite als Kononenfutter verheizen lassen wollen. Es werden nicht die letzten Flüchtenden gewesen sein, die hierzulande auf Schutz und Solidarität hoffen.

Wir wollen Solidarität zeigen und einen Beitrag dazu leisten, den Menschen zu helfen, deren Heimat durch den Krieg verwüstet wird, und denen, die sich nicht für das menschenverachtende Kriegsgeschäft missbrauchen lassen wollen. Es ist jetzt notwendig und wichtig, ein Signal für den Frieden in Europa setzen. Wir wollen uns nicht an diesen Krieg gewöhnen, der jeden Tag Tod und unfassbares Leid bringt. Dieser Krieg darf nicht zur Normalität werden.” Ende der PM

Geflüchtete aus der Ukraine in Kiel

2846 Menschen aus der Ukraine sind in Kiel registriert. Durchschnittlich kommen jede Woche weitere 22 Menschen aus der Ukraine hier an. Es sind hauptsächlich Frauen und Kinder. Die meisten Geflüchteten leben in den Unterkünften Schusterkrug und Arkonastraße. Quelle: kn online 12. Februar 2023.

Beitragsbild: Gemälde von Betty Donald

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Ukrainerin sucht Halle für Spenden

Flüchtlingsrat SH Termine

Ukrainerin sucht Halle für Spenden

Es begann mit der großen Solidaritätsdemo für die Ukraine im März 2022. Inna Pavlusenko, eine Ukrainerin, die schon seit zehn Jahren in Deutschland lebt, begann Spenden zu sammeln und Transporte zu organisieren. Der Platz in den eigenen vier Wänden reichte bald nicht mehr. Eine Halle in der Edisonstraße in Wellsee bot dann reichlich Platz für eine umfangreiche Sammlung an Sachspenden.

Inna Pavlusenko konnte die Halle in Wellsee nur bis Ende des Jahres benutzen, und sucht nun dringend nach einer neuen Halle, Werkstatt oder Garage. Sie sollte mindestens 50 Quadratmeter groß sein, über Parkplätze verfügen und auch von großen LKWs angefahren werden können. Auch eine Anbindung an das Busnetz ist wichtig, da viele Leute mit ihren Spenden mit dem Bus kommen. Wer eine entsprechende Räumlichkeit anzubieten hat, möge sich bei Inna melden: ukr.deu.kiel@gmail.com

Mindestens 20 Transporte

Im letzten Jahr sandten sie vier große LKWs und mindestens 16 Transporter auf den Weg in die Ukraine. An Bord: Kleidung, Medikamente, Lebensmittel, medizinische Ausrüstung, Schlafsäcke und Taschenlampen. Bei den medizinischen Geräten handelte es sich etwa um Ultraschallgeräte oder Rollstühle. Auch siebzehn Krankenbetten konnten auf den Weg gebracht werden.

In der Halle sortierten hilfsbereite Menschen aus Deutschland und der Ukraine die Spenden und verpackten sie für den Transport. Ein fester Termin war auch die Spendenausgabe an Geflüchtete in Kiel, immer samstags. Hier wurden vor allem Kleidung, Geschirr und Spielzeug verteilt.

Inna Pavlusenko und Konstantin Nadein

Inna und ihr Mann Konstantin trafen sich mit mir um über diese Arbeit zu sprechen. „Sammeln ist nicht schwierig. Es gibt viele die spenden.“ Die Schwierigkeiten fangen erst danach an. Es müssen LKW-Fahrer gefunden werden, die die Touren für möglichst wenig Geld machen. An Anfang fuhren viele umsonst, aber nach einer Weile wurde es üblich, wenigstens die Treibstoff-Kosten zu ersetzen. Manchmal müssen Probleme mit dem Zoll an der Grenze geregelt werden. Um die Spenden dahin zu bringen, wo sie benötigt werden, arbeitet Inna Pavlusenko mit verschiedenen Stiftungen und Vereinen aus der Ukraine zusammen.

Wie geht es weiter?

Gerade sind Inna Pavlusenko und ihr Mann Konstantin Nadein dabei, einen Verein zu gründen: Ein „Ukrainisch-Deutsches Zentrum in Schleswig-Holstein“. Nach der Registrierung soll eine Homepage erstellt werden.

Die Not in der Ukraine ist groß und es wäre schön, wenn Inna Pavlusenko weiter Hilfsgüter in die Ukraine schicken könnte. Ihr Organisationstalent und die Hilfsbereitschaft der Menschen hier vor Ort können viel bewirken, wenn es nur eine Halle gäbe!

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Überwältigende Hilfsbereitschaft für Geflüchtete aus der Ukraine

Befragung von Geflüchteten aus der Ukraine

Demonstration – “Against Annexation”

Demonstration – “Against Annexation”

“United Ukraine” – Demonstration am 14. Oktober 2022 ab 17 Uhr am Hauptbahnhof in Kiel

SonyashnyKiel ruft für den kommenden Freitag, den 14.10.2022, ab 17 Uhr am Kieler Hauptbahnhof zu einer Demonstration auf.

An diesem Tag wird in der Ukraine der Tag der Verteidiger der Ukraine gefeiert. SonyashnyKiel möchte dies zum Anlass nehmen, um die Aufmerksamkeit auf die unter dem Krieg leidenden Menschen in der Ukraine zu lenken und sich gegen die illegalen Annexionen des russischen Regimes zu stellen. Wir treten solidarisch für die Freiheit der Menschen in der Ukraine ein und fordern härtere Sanktionen gegen den russischen Aggressor.

Der Demonstrationszug verläuft vom Hauptbahnhof aus durch die Kieler Innenstadt bis zum Asmus-Bremer-Platz. Am Hauptbahnhof und am Asmus-Bremer-Platz werden von ukrainischen Geflüchteten und Vertretern der ukrainischen Diaspora Reden gehalten. 

(Beitragsbild: Gemälde von Betty Donald, https://www.facebook.com/betty.donald.1610 )