Schützenpark in Kiel

Chance für den Schützenpark

Der Schützenpark in Kiel, eine der ältesten historischen Parkanlagen der Stadt, soll umfassend saniert werden, um seine Aufenthaltsqualität zu verbessern und ihn an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen. In Aussicht steht eine Förderung von über 1,9 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ , wenn das Konzept akzeptiert wird, und sich die Kommune mit 15 Prozent der Kosten beteiligt.

Als Teil der Öffentlichkeitsbeteiligung wurden die Maßnahmen in der Käthe-Kollwitz-Schule am Mittwoch vorgestellt. Es konnten auch Vorschläge gemacht werden.

Was istfür den Schützenpark geplant?

Zu den Maßnahmen gehören die Entschlammung des Teiches, die Neugestaltung der Wege mit klimafreundlichem Regenwassermanagement sowie die Erweiterung der Grünachse durch Einbeziehung der ehemaligen Jugend-Verkehrsschule.

Ein Steg auf dem Teich soll die Menschen näher ans Wasser bringen.

Die Sanierung soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

Der Schützenpark, der sich über einen Kilometer Länge erstreckt, ist nicht nur ein Ort der Erholung, sondern erfüllt auch wichtige Funktionen für das Stadtklima. Er trägt zur Abkühlung in heißen Sommern bei und verbessert die Regenrückhaltung.

Klimaanpassung eine Chance für den Schützenpark

Es gibt Fördermittel für bestimmte Maßmnahmen, die der Klimanpassung dienen . Diese Chance möchte Kiel nutzen.

Umweltdezernentin Alke Elisabeth Voss sagte: „Der Klimawandel bedeutet für Kiel vor allem zu viel Wasser: von oben, von unten und von der Ostsee.“

Das Regenwasser aus dem Park soll nicht mehr direkt in die Kanalisation fließen, sondern in den Wiesen versickern.

Die Verkehrsschule soll entsiegelt werden.

Frau Holtappel vom Grünflächenamt betonte den besonderen Wert des Parks zur Kühlung der Stadt, weil er in der Hauptwindrichtung liegt und somit wie eine Klimaanlage für Kiel funtionieren würde.

Was ist schon passiert?

  • Schon bewundern kann man heute das sanierte Auslaufbauwerk, mit neuen Banktaschen und aufwendiger Stauden-Bepflanzung.
  • 13 Bäume wurden gepflanzt
  • Hecken wurden gepflanzt als Sichtschutz zum Schützenwall
  • Bienenweide an der Ringstraße
  • Nisthilfen für Fledermäuse und Vögel
  • Zäune von der ehemaligen Verkehrsschule entfernt.

Wege-Erneuerung in der Diskussion

Die Diskussion verlief ziemlich stürmisch, weil sich einige Teilnehmende nicht an die Vorgabe halten wollten, ihre Vorschläge nach der Präsentation auf Zettel zu notieren. Der Wunsch, öffentlich Forderungen zu stellen, war zu groß. Die Forderungen bezogen sich auf zwei Punkte: Heckenpflanzungen als Lärmschutz und Sanierung der Wege. Der anwesende Landschaftsarchitekt sagte mit Bestimmtheit, dass Hecken keinen Lärmschutz bieten. Der andere Punkt, die Sanierung der Wege ist aber in Planung. Wahrscheinlich wird es wieder ein Klinkerweg auf der einen Seite und ein Sandweg auf der anderen, der aber höher gelegt wird, damit das Regenwasser abfließt.

Der Schützenpark wird vielfältig genutzt : Es gibt Wiesen, Bänke, Spielplätze, einen Teich. Der ehemalige Verkehrsübungsplatz soll ein Ort für Jugendliche sein, die sich in einer eigenen Beteiligung originelle Sitzgelegenheiten, Klettermöglichkeiten, Flächen für Ballsport und zum Rollschuhlaufen gewünscht hatten.

Der Charakter des Parks wird sich nicht grundlegend ändern, aber viele kleine Verbesserungen können den Park aufwerten.

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