Kleingärten in Kiel

Wie geht es den Kleingärten in Kiel?

Für die Organisation der Kleingärten hat sich einiges geändert. Am 31. Dezember 2022 wurde der Generalpachtvertrag mit dem Kreisverband aufgelöst. Die Verwaltungsaufgaben werden seit Januar 2023 von der Landeshauptstadt Kiel wahrgenommen. Die Immobilienwirtschaft verpachtet seit 01. Januar 2023 direkt an die Kleingartenvereine . Weitere 13 Anlagen, die keinem Verein zugeordnet sind, werden von der Immobilienwirtschaft direkt an Einzelpächter*innen verpachtet.

Die Kieler Kleingärten in Zahlen:

  • 206 Anlagen
  • 24 Kleingartenvereine
  • 13 Anlagen ohne Vereinsbindung
  • 4.474.175 Anlagenquadratmeter
  • 3.722.992 Parzellenquadratmeter
  • 0,21 Euro Pachtzins pro Parzellenquadratmeter

Nach der erfolgten Neuvermessung werden die Pachtverträge an die tatsächlichen Quadratmeter angepasst. Für einige wird es dieses Jahr also Veränderungen geben.

Sanierung der Drainagen und Renaturierung

Die meisten Drainagen in Kieler Kleingartenanlagen sind über 50 Jahre alt. Für die Sanierung stellte die Stadt 70.000 Euro zur Verfügung. Diese sind jetzt ausgeschöpft und mehr Mittel sind erforderlich. Aus der geschäftlichen Mitteilung: „Die Unterhaltungsarbeiten an den Drainagen innerhalb der Kleingartenanlagen sind zwar grundsätzlich durch die Unterpachtverträge an die Kleingartenvereine übertragen worden. In der Praxis gestaltet sich der finanzielle und organisatorische Aufwand bei der Unterhaltung dieser Anlagen aber als so groß, dass insbesondere kleine Vereine damit überfordert sind.“ Ob dieser Erkenntnis eine finanzielle Hilfe folgen wird, ist noch nicht ausgemacht.

Nicht nur das Alter der Rohre und Leitungen sind das Problem. Auch Starkregenereignisse durch den Klimawandel führen dazu, dass das Rohrsystem die Wassermengen nicht adäquat aufnehmen kann. Außerdem wurden Kleingärten für Bauprojekte geopfert, ohne dass die Drainagen an die Erfordernisse angepasst wurden. So schreibt Axel Zabe, Vorsitzender des größten Kieler Vereins in einem offenen Brief an die Mitglieder: “Die Drainagen in unseren Anlagen sind vor Jahrzehnten von der Stadt Kiel als Eigentümerin verlegt worden. Nach und Nach wurden u.a. durch Neubau der Bundesstraße 76 und Möbel Höffner die Leitungen gekappt und nicht wieder neu angeschlossen. Im letzten Jahrzehnt wurden die noch bestehenden Drainagen nicht gespült und gewartet.”

Die „Baumwegkoppel“ und die „Hornskampkoppel 1“ sollen renaturiert werden, da sie wegen Altlasten nicht mehr als Kleingärten geeignet sind. Das wird um die 740.000 Euro kosten, hierfür wurden Fördermittel beantragt.

Der Corona-Effekt hält an!

Während der Pandemie entdeckten viele Menschen den Charme des Sommers im Kleingarten. Und sind dabei geblieben. Vor allem auf dem Westufer ist der Auslastungsgrad erfreulich hoch. Auf dem Ostufer gibt es dagegen einen hohen Leerstand und auch die Müllsituation ist dort ein Problem.

Quelle: geschäftliche Mitteilung der Immobilienwirtschaft Drucksache 0247/2024

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