Großer LKW mit Spenden für die Ukraine

Ukrainerin sucht Halle für Spenden

Es begann mit der großen Solidaritätsdemo für die Ukraine im März 2022. Inna Pavlusenko, eine Ukrainerin, die schon seit zehn Jahren in Deutschland lebt, begann Spenden zu sammeln und Transporte zu organisieren. Der Platz in den eigenen vier Wänden reichte bald nicht mehr. Eine Halle in der Edisonstraße in Wellsee bot dann reichlich Platz für eine umfangreiche Sammlung an Sachspenden.

Inna Pavlusenko konnte die Halle in Wellsee nur bis Ende des Jahres benutzen, und sucht nun dringend nach einer neuen Halle, Werkstatt oder Garage. Sie sollte mindestens 50 Quadratmeter groß sein, über Parkplätze verfügen und auch von großen LKWs angefahren werden können. Auch eine Anbindung an das Busnetz ist wichtig, da viele Leute mit ihren Spenden auf diesem Weg kommen. Wer eine entsprechende Räumlichkeit anzubieten hat, möge sich bei Inna melden: ukr.deu.kiel@gmail.com

Mindestens 20 Transporte

Im letzten Jahr sandten sie vier große LKWs und mindestens 16 Transporter auf den Weg in die Ukraine. An Bord: Kleidung, Medikamente, Lebensmittel, medizinische Ausrüstung, Schlafsäcke und Taschenlampen. Bei den medizinischen Geräten handelte es sich etwa um Ultraschallgeräte oder Rollstühle. Auch siebzehn Krankenbetten konnten auf den Weg gebracht werden.

In der Halle sortierten hilfsbereite Menschen aus Deutschland und der Ukraine die Spenden und verpackten sie für den Transport. Ein fester Termin war auch die Spendenausgabe an Geflüchtete in Kiel, immer samstags. Hier wurden vor allem Kleidung, Geschirr und Spielzeug verteilt.

Inna Pavlusenko und Konstantin Nadein

Inna und ihr Mann Konstantin trafen sich mit mir um über diese Arbeit zu sprechen. „Sammeln ist nicht schwierig. Es gibt viele die spenden.“ Die Schwierigkeiten fangen erst danach an. Es müssen LKW-Fahrer gefunden werden, die die Touren für möglichst wenig Geld machen. An Anfang fuhren viele umsonst, aber nach einer Weile wurde es üblich, wenigstens die Treibstoff-Kosten zu ersetzen. Manchmal müssen Probleme mit dem Zoll an der Grenze geregelt werden. Um die Spenden dahin zu bringen, wo sie benötigt werden, arbeitet Inna Pavlusenko mit verschiedenen Stiftungen und Vereinen aus der Ukraine zusammen.

Wie geht es weiter?

Gerade sind Inna Pavlusenko und ihr Mann Konstantin Nadein dabei, einen Verein zu gründen: Ein „Ukrainisch-Deutsches Zentrum in Schleswig-Holstein“. Nach der Registrierung soll eine Homepage erstellt werden.

Die Not in der Ukraine ist groß und es wäre schön, wenn Inna Pavlusenko weiter Hilfsgüter in die Ukraine schicken könnte. Ihr Organisationstalent und die Hilfsbereitschaft der Menschen hier vor Ort können viel bewirken, wenn es nur eine Halle gäbe!

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