Ein “Parking Day” im Französischen Viertel


Allgemein / 3. Juli 2021

Die Probleme mit wild parkenden PKW im französischen Viertel sind bekannt. Dass es auch anders sein könnte, darauf möchte eine Aktion von VCD und Anwohner-Initiative aufmerksam machen. Dazu wird ein Abschnitt der Metzstraße gesperrt.

Was: Parking Day – Autos raus – die Straße wird zum Wohnzimmer

Wann: Freitag, 9. Juli ab 14 Uhr (bis voraussichtlich 22 Uhr)

Wo: Metzstraße zw. Weißenburgstraße und Wörthstraße

Pressemitteilung:

Jedes geparkte Auto belegt rund 12 Quadratmeter Fläche im öffentlichen Raum. Dieser Platz könnte auch anders genutzt werden und Menschen als Ort der Begegnung zur Verfügung stehen.

Deshalb veranstalten der Kieler VCD und die Ig.FranzösischesViertel einen Parking Day in der Metzstraße in Kiel. Dazu wird der gesamte Straßenabschnitt für Autos gesperrt und der gewonnene Platz aktiv als Raum für Menschen genutzt. Das Motto lautet „Autos raus – die Straße wird zum Wohnzimmer”.

Beteiligt sind verschiedene Akteure aus dem Französischen Viertel, darunter Gewerbetreibende, Büros, Künstlerinnen und Künstler, Vereine und Verbände sowie Anwohnende. Geboten wird eine Realutopie, in der die Straße zum Ort für Musik, Spiel, Kultur und für Begegnung und Kommunikation wird. Es werden Sitzgelegenheiten und Gemütlichkeit geschaffen, damit die Metzstr. ein lebendiger Ort wird.

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VCD Kiel

10 Replies to “Ein “Parking Day” im Französischen Viertel”

  1. Super Idee… gleichzeitig beginnt der Jahrmarkt auf dem Willhelmsplatz sodass dort der Parkplatz wegfällt! Ich wohne seit meiner Kindheit in der Umgebung und immer zu Jahrmarktszeiten war der Parkdruck sehr hoch. Wo sollen die Leute denn Parken???

  2. Freitags? Check. Ab 14 Uhr (Feierabend Beginn)? Check. Bis voraussichtlich 22 Uhr, zu einer Zeit, an der die meisten eigentlich schon die Schnauze voll haben, da diese für weiß Gott wie lange einen Parkplatz suchen mussten und genervt durch mehrere Seitenstraßen laufen mussten, um überhaupt nach Hause zu kommen? Check.

    Wieder einmal sind die Kieler damit beschäftigt, Autos aus bestimmten Straßen bzw. der Innenstadt zu vertreiben, ohne irgendeine Form der Alternative anzubieten. Parkhäuser sind teuer. Nicht jeder wohnt nah am Bahnhof / einer Bushaltestelle / Supermarkt, die ein zeitliches Erreichen ermöglichen würden.

    “Geboten wird eine Realutopie[…]”, und genau da liegt das Problem. Eine Utopie ist surreal, egal welcher Art. Vielleicht wird für diejenigen, die nicht auf das Auto angewiesen sind, eine Form von “Utopie” erschaffen. Wer nicht mitzieht (mitziehen kann oder will), ist gegen uns, also was interessieren die uns? Wir machen einfach trotzdem die Straße für Autos dicht *Zwinkersmiley*

    1. Vielen Dank für Ihren Kommentar. Eine Stadt mit weniger Autos, das ist eine Vorstellung, die Sie nicht für reell halten. Allerdings werden viele Autos nicht wirklich gebraucht. Im Holsteiner Quartier wurde letztes Jahr eine Untersuchung gemacht, bei der herauskam, dass mehr als die Hälfte der Autos nur einmal in der Woche bewegt wurden. Diese Autos gehörten offensichtlich nicht Menschen, die damit zur Arbeit fahren!

  3. Bei “Parkdruck” muss ich immer an Druck auf der Blase denken. Es ist nur komisch, dass niemand sich über den Jahrmarkt beschwert, aber bei einer Hand voll Parkplätze werden sie komisch. Meine Meinung: So wie bisher, geht es nicht weiter! Autos halten es für vollkommen normal, dass sie alle unsere Straßen und oft Gehwege zuparken, aber wenn nur eine Hand voll Parkplätze wegfallen, halten sie es für den Weltuntergang. Das sind wahrhafte Privilegien. Wie die reichen Leute in Villen, die den Mietendeckel ablehnen, weil es ihre Gewinne aus Miete verringert. Fangen wir mal an Autos so zu behandeln wie Kinder oder Menschen mit Behinderungen. Also keine frei Fahrt für Freie Bürger mehr, sondern mehr Platz für Kinder und die, die sich kaum in der Stadt bewegen können, nur damit das Blech herumsteht!

    Am 9.7. bin ich natürlich auch da und ich hoffe, es kommen Viele!

    1. Ich kann den Ärger über den Parking Day auch nicht verstehen, ist doch nur ein Tag. Aber er wird anscheinend als Provokation wahrgenommen. BLeibt zu hoffen, dass die eine oder andere Person doch auch Gefallen an einer alternativen Verwendung des öffentlichen Raums findet!

  4. Schön, da komme ich auch mal vorbei.
    Ich habe in dem Viertel mal für 2 Wochen gearbeitet.
    Absolut rücksichtslos wie dort selbst an den Kreuzungs-Einmündungen alles zugeparkt wird. Nur im Slalom zu bewältigen. Und auf dem Willhelmsplatz war zu der Zeit kein Jahrmarkt oder ähnliches.

  5. Gerne würde ich mehr Infos über das Programm bekommen – leider nicht möglich: KN hinter Paywall, bei Instagram nur mit Account?? Das finde ich schlecht gelöst!

    1. Stimmt, das ist wirklich blöd gelöst. Wer nicht bei Instagram angemeldet ist, sieht das Programm nicht.

      Ab 14 Uhr Kleidertausch, um 17 Uhr Lesung. Die ganze Zeit live Musik und Snacks soweit entnehme ich die Programmpunkte bie Instagram.

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