Bombenentschärfung in Wellingdorf am Montag, 25. Mai


Allgemein / 20. Mai 2020

Polizeiliche Mitteilung: Montag wird eine bei Bauarbeiten entdeckte 500 Kilo schwere amerikanische Fliegerbombe in Wellingdorf durch Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes entschärft. Anwohner müssen bis 15 Uhr ihre Häuser verlassen haben. Straßensperrungen werden ab 14 Uhr eingerichtet. Ein Teil des Ostrings ist von der Sperrung betroffen.

Um einen reibungs- und gefahrlosen Ablauf der Entschärfung zu gewährleisten, ist es erforderlich, dass sämtliche Anwohner in einem Radius von etwa 500 Metern rund um den Fundort in der Nissenstraße bis spätestens 15 Uhr ihre Wohnungen verlassen müssen. Dies betrifft nach Angaben der Stadt Kiel etwa 2.600 Menschen. Ab 14 Uhr richtet die Polizei Straßensperren ein, so dass niemand mehr in das gesperrte Gebiet kommt.

Der Ostring wird zwischen der Franziusallee und dem Klausdorfer Weg gesperrt. Hier wird versucht, die Fahrbahn lageabhängig so lange wie möglich für den Verkehr offen zu halten. Grundsätzlich muss jedoch auch hier mit einer Sperrung ab 14 Uhr gerechnet werden.

Die Entschärfung beginnt, wenn sichergestellt ist, dass sich niemand mehr im Sperrbereich aufhält. Über die Dauer der Maßnahmen können keine Angaben gemacht werden. Läuft alles planmäßig und ohne Komplikationen, dürften die Arbeiten am späten Nachmittag beendet sein. Betroffene Anwohner sollten sich also auf eine mehrstündige Abwesenheit einrichten und gegebenenfalls an nötige Medikamente und auch Nahrung denken.

Für Anwohner, die keine Möglichkeit haben, sich anderweitig aufzuhalten, ist ab 14 Uhr die Sporthalle der Ellerbeker Schule (Klausdorfer Weg 62-64) als Notunterkunft geöffnet. Die Halle wird entsprechend vorbereitet, so dass Abstände zwischen den Personen eingehalten werden können. Die Stadt Kiel weist darauf hin, dass in der Halle Mund- und Nasenschutzmasken getragen werden müssen.

Da das Platzangebot in der Halle begrenzt ist, sollten sich betroffene Personen bereits jetzt Gedanken über einen alternativen Aufenthaltsort machen. Zusammenkünfte an anderen Orten sind nach geltenden Regeln der Corona-Verordnung des Landes Schleswig-Holstein möglich und sollten in Betracht gezogen werden.

Die Berufsfeuerwehr Kiel schaltet Freitag im Zeitraum von 08 Uhr bis 16 Uhr und Montag ab 08 Uhr die Leitungen des Bürgertelefons frei. Die Rufnummer lautet 0431 / 5905 555. Hier sollten sich insbesondere Bürger melden, die nicht in der Lage sind, ihre Wohnungen eigenständig zu verlassen oder die sich Corona-bedingt in Quarantäne befinden. Für Letztere stehen individuelle Unterkünfte zur Verfügung.

Seitens der Stadt werden Mittwoch Handzettel an alle betroffenen Haushalte verteilt, die sämtliche Informationen rund um die Entschärfung beinhalten. Da erfahrungsgemäß nicht alle Anwohner über Medien und Handzettel erreicht werden, bitten die Landeshauptstadt Kiel und die Polizei darum, sich mit Nachbarn auszutauschen und sich gegenseitig zu informieren.

Gesamtübersichten des Evakuierungsgebiets und der betroffenen Straßen sind den angehängten Dokumenten zu entnehmen.

Etwaige Fahrplanänderungen des ÖPNV können im Online-Auftritt der Kieler Verkehrsgesellschaft (www.kvg-kiel.de) eingesehen werden.

Die Polizei wird am Einsatztag über die Sozialen Medien laufend informieren. Die Facebook-Seite ist unter http://t1p.de/pdkielfacebook abrufbar, der Twitter-Account lautet @SH_Polizei.

Sollten Sie durch Krankheit behindert oder bettlägerig sein, Hilfe brauchen oder Fragen zur Evakuierung haben, rufen Sie bitte beim Servicetelefon der Berufsfeuerwehr Kiel an, unter Telefon 0431 5905-555. Die Nummer ist erreichbar am Freitag, 22. Mai 2020 von 8 Uhr bis 16 Uhr und am Montag, 25. Mai 2020 von 8 Uhr bis Evakuierungsende.


Bitte sprechen Sie mit Ihren Nachbar*innen, ob diese über die Evakuierung Bescheid wissen, denn nicht alle haben die Medien verfolgt oder verstehen Deutsch. Achten Sie bitte auch unbedingt auf Rundfunkdurchsagen. Stellen Sie sich bitte auf die erforderliche Evakuierung ein, und bedenken Sie, dass Sie die Kosten einer eventuell notwendigen zwangsweisen Räumung durch die Polizei später erstatten müssten. Informationen zum Evakuierungsgebiet erhalten Sie auch auf www.kiel.de/entschaerfung.

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