Flüchtlinge aus dem Jemen

Pressemitteilung: Informationen für Flüchtlinge sowie ihre UnterstützerInnen und alle Interessierten. Im ersten Teil der Veranstaltung informieren wir über den Jemen: Der Jemen liegt im Süden der arabischen Halbinsel. Das Land ist eineinhalb mal so groß wie Deutschland und hat rund 25 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner.

Seit 2011 befindet sich der Jemen im Bürgerkrieg, seit 2015 haben sich SaudiArabien und mehrere andere arabische Länder in den Krieg eingemischt. Täglich wird der Jemen bombardiert.

Schon vor Beginn des Bürgerkrieges und des Krieges war der Jemen das ärmste arabische Land. Seit über einem Jahr wird das Land von den Kriegsgegnern blockiert, viele Einwohnerinnen und Einwohner bekommen keinen Strom, kein Trinkwasser, keine Nahrung, keine Medikamente. Im Jemen ist die Cholera ausgebrochen. Viele sind zu Flüchtlingen im eigenen Land geworden. Viele versuchen, auch ins Ausland zu fliehen, aber das ist gefährlich und teuer.

Im zweiten Teil der Veranstaltung informieren wir über das Asylverfahren: Das Asylverfahren ist für viele Flüchtlinge schwer zu durchschauen. Vor allem mussten Flüchtlinge aus Jemen oft sehr lange warten, bevor sie einen Termin für das Stellen des Asylantrages und die Anhörung bekommen. Inzwischen sind die meisten Asylverfahren positiv zu Ende. Allerdings haben viele nur subsidiären Schutz erhalten, rund 180 Flüchtlinge haben in Schleswig geklagt. Auch darauf gehen wir ein.

Mit der Veranstaltung wollen wir die Betroffenen und ihre Unterstützerinnen und Unterstützer über die Abläufe und die Pflichten im Asylverfahren informieren. Die Veranstaltung richtet sich an ehrenamtliche Unterstützer ebenso wie an die Flüchtlinge selbst. Der Vortrag ist zweisprachig, ein Dolmetscher aus dem Jemen wird ins Arabische dolmetschen. Der Referent ist Reinhard Pohl (Journalist). Es dolmetscht Mohammed Abotaleb.

Mittwoch, 4. Oktober, 18 Uhr KIEL, Universität, CAP3 – Hörsaal 3 (flaches Gebäude neben dem Hochhaus)

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