Bauen in der Werftbahnstraße


Allgemein, Stadtteile / 17. November 2016

Seit dem 14. Oktober gibt es den Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan “Werftbahnstraße” . Die Werftbahnstraße verläuft parallel zur Hörnbad-Baustelle. Hier befindet sich W8, ein alternatives Zentrum für Kultur und Arbeit. Der Wunsch zu bauen geht von den Eigentümern des W8 aus. Sie möchten expandieren, denn mit 40 Firmen und insgesamt 110 Mitarbeitern, ist das jetzige Gebäude ausgelastet.

Es sind zwei Möglichkeiten der Bebauung angedacht. Das bestehende Gebäude dürfte jetzt schon dreistöckig aufgestockt werden, wenn die Statik das zulässt. Theoretisch wäre auch ein kompletter Neubau möglich. Für den Gründer Jens Nieswand kommt ein Abriss nicht in Frage. „Ich bin verliebt in dieses Gebäude.” Wer die geschmackvoll umgebaute ehemalige LKW-Werkstatt kennt, wird das nachvollziehen können.

Zweite Möglichkeit ist der Bau eines 55 Meter hohen Hochhauses auf dem Grundstück nebenan., wo jetzt Gebrauchtwagen verkauft werden. Hier war mal ein Bunker. Das Grundstück hat Altlasten, die entsorgt werden müssten. Die Eigentümer von W8 träumen von einem Ort , der Wohnen und Arbeiten verbindet. Renommierte Architekten sollen aquiriert werden, damit hier ein originelles und attraktives Gebäude entsteht.

Im September wurden die Pläne im Ortsbeirat Gaarden vorgestellt und stießen überwiegend auf Zustimmung.

Im Bauauschuss vom September gab es seitens der CDU Vorbehalte gegen Hochhäuser generell. Gefordert wurde ein Gesamtkonzept..

Die Kreativschmiede W8 beherbergt 40 Firmen. Zu den den größeren mit jeweils ca 20 MitarbeiterInnen zählen Neander (entwickelt Außenbordmotoren), bbdrop (Werbeagentur) und planiglobe (erstellt Landschaftskarten). Dazu viele Künstler und kleine Unternehmen aus der Medien- und Werbewirtschaft.  Sogar eine Puschenmanufaktur ist dabei. Hier sitzen zwei Frauen an ihren Nähmaschinen und fabrizieren Lederpuschen für Kinder.

Neben der Arbeit finden hier auch Lesungen, Ausstellungen und andere kulturelle Events statt.

In den 50ger Jahren war das Gebäude eine LKW-Werkstatt. Dann wurde es eine Druckerei und seit 2003 entwickelte es sich zur Bürogemeinschaft.

Bauherrin des Hochhauses wäre die Kap Horn Gmbh, zu der W8-Gründer Jens Nieswand , sein Sohn Jan Nieswand und Lutz Lester, Vorstandsvorsitzender von Neander, gehören.

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