Masterplan Klimaschutz

p1060818
Fassade links ist Kunststoff-Dämmung

Die Stadt Kiel nimmt sich ehrgeizige Pläne zum Schutz des Klimas vor. Bis 2050 soll CO2-Neutralität erreicht werden. Im gleichen Zeitraum soll der Endenergieverbrauch halbiert werden.

Das bisherige Klimaschutzprogramm (Kieler Energie- und Klimaschutzkonzept)  war bis 2020 konzipiert. Die Ergebnisse sollen evaluiert werden.

Meike Gäthje leitet das Projekt. Anna Muche wird sich mit der Energiebilanz von Gebäuden beschäftigen. Dazu gehören neben den privaten Haushalten auch Unternehmen und öffentliche Einrichtungen . Eyke Bittner vom Tiefbauamt wird für Themen rund um den Verkehr zuständig sein. SCS Hohmeyer und Partner GmbH begleiten den Prozess. Martin Bär ist verantwortlich für die Kommunikation nach außen.

Der Prozess gliedert sich in mehrere Etappen. Schritt 1: Bestandsaufnahme. Die aktuellste  Energie- und CO2 Bilanz stammt übrigens aus dem Jahr 2006. (CO2-Bilanz LHKIEL 2006) .. Schritt 2: Identifikation von SchlüsselakteurInnen der Kieler Öko-Szene . Das sind gut-vernetzte Personen, die sich schon lange Gedanken machen, wie der Übergang in eine Zeit mit weniger fossiler Energie aussehen könnte. .. Schritt 3: Potentialanalyse: Wie kann der Energieverbrauch in Kiel reduziert werden? … Schritt 4. Partizipative Entwicklung. Es soll dreizehn Workshops zu verschiedenen Themen geben, beginnend noch in diesem Herbst … Schritt 5: Motivierung der KielerInnen….Schritt 6: Zusammenfassung der unterschiedlichen Wege zur Energieeinsparung und CO2-Vermeidung. Hieraus soll letztlich ein Maßnahmenkatalog entwickelt werden.

Die Klimaziele werden nur unter Anstrengung zu erreichen sein, und stehen auch im Widerspruch zu einigen anderen Zielen des Stadtrats, denn  Weichenstellungen für städtisches Wachstum führen für sich genommen erst einmal zu höheren Emissionen.

Gefördert wird das Projekt vom Bundesumweltministerium.

Masterplan Klimaschutz

2 Gedanken zu „Masterplan Klimaschutz“

  1. hallo ursula, du hast die immobilienbesitzer vergessen, ich weiss selbst nicht, ob in kiel schon viel saniert worden ist. wärmebilder von Häusern machen um ihre energiewerte zu bestimmen. Dein teil mit den vorhaben einer Stadt, die den klimaplänen zuwiderlaufen könnten – das muss nicht zwingend so sein, finde ich – ich meine – der echte norden und die Stadt im frischen wind, das klingt schon sehr positiv – aber Städte und Gemeinden können auch durchaus andere Aspekte in ihr standortmarketing einfügen und verfolgen – so dass es die Bevölkerung abbildet, die stolz drauf sein können, aber alternative Szene in kiel – ökologisches bewußtsein – hier? – sailig City – windexport – marine – …muss ich weitersprechen? aber ein negativkriterium ist klimaschutz mit Sicherheit in Deutschland nicht, wie Statistiken zeigen. Die Zustimmungswerte liegen weit oben. Öko hat hier bei uns nur keine Tradition. Und deshalb auch die Expertise nicht, wenn´s um Veränderung geht- Doch gegenwärtig sieht es völlig anders aus. Alte Mu und CAU, zum Beispiel mit dem Lehreblog -Thema nachhaltigkeitsrelevante Lehrveranstaltungen, auch die FH – wow – ich finde, da geht’s lang – und ich bin nicht allein. und ich wundere mich nur immer ein wenig, dass es stets Pappnasen von Entscheidern sind, die von stöhnenden und ächzenden, intelligenten umweltektivisten mühevoll auf Mast gebracht werden müssen . tja. grüße Claudia Ring (vor 30 Jahren von der progressiven dokumenta metropole kassel an die Waterkant gespühlt, sich zu Tode langweilend)

  2. vielen Dank für Deinen sehr interessanten Kommentar! Die Immobilienbesitzer habe ich nicht vergessen. Das Thema Gebäude soll ja ein wichtiger Bestandteil des Masterplans sein. Allerdings weiß ich nicht, welchen Einfluss der Masterplan auf die privaten Immobilienbesitzer habe wird . Mal sehen, was sich da entwickelt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert