Adieu Parkplatz Knooper Weg Ecke Waitzstraße


Allgemein, Stadtteile, Straßen, Themen / 21. Januar 2016

Kiel verdichtet sich. Parkplätze, Spielplätze und freie Flächen werden zunehmend bebaut. Zum Beispiel der Parkplatz zwischen Knooper Weg, Waitzstraße und Droysenstraße.

Nicht nur Anwohner parken hier, denn der Parkplatz Ecke Knooper Weg/Waitzstraße befindet sich in bester Innenstadtlage und wird auch von Einkäufern und Kirchgängern im Umfeld der Ansgarkirche genutzt.

Bis zum Zweiten Weltkrieg stand  an dieser Stelle ein Gebäude.

Knooper Weg/Waitzstraße/Droysenstraße
so sah es früher aus

Jetzt können hier 80 Fahrzeuge parken. Die Stadt Kiel sucht einen Käufer, der auf dieser Fläche ein bis zu 20 Meter hohes Gebäude, das entspricht wohl sechs Stockwerke, bauen darf.

Wir befragten Anwohner um ein Gefühl für die Stimmung zu bekommen. Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich. Eine Frau, die im Knooper Weg wohnt, parkt hier regelmäßig ihr Auto. Für sie wäre der Wegfall von Parkmöglichkeiten ärgerlich. Ein direkter Anwohner sieht die Bebauung dagegen als Verbesserung, weil es ruhiger werden würde, denn der Parkplatz bringt viel Unruhe und Lärm vor die Haustür. Ein Nachbar von ihm fühlt sich dagegen allmählich eingemauert, nachdem schon hinter seinem Wohnhaus ein Spielplatz bebaut worden ist.

5 Replies to “Adieu Parkplatz Knooper Weg Ecke Waitzstraße”

  1. Na, aber der Plan der Stadt sieht ja vor, dass unter dem Neubau auch Parkgaragen errichtet werden sollen, also sollten grundsätzlich nicht alle Parkplätze wegfallen. Und mittelfristig müssen eh weniger Autos in der Stadt sein, aber dafür müssen sicherlich andere Anreize geschaffen werden (wie zum Beispiel ein ÖPNV-Ausbau) und nicht nur Parkplätze abgebaut werden.

  2. Manchmal bin ich etwas erstaunt. Seit wann gibt es eigentlich ein Recht auf Parkplatz? Ja, ja, freie Fahrt für freie Bürger. Hat jemand schon mal etwas von diesem Klimawandel gehört? Ich habe mein Auto abgeschafft. Es geht auch ohne. Wenn wir in der westlichen Welt unser Verhalten nicht ändern, dann wird das nix mit den maximal 2 °.

    Und ja, bei den 1.800 Wohnungen für Flüchtlinge – die bis zum kommenden Jahr gebaut werden sollen – sollte und muss es Nachverdichtung geben: Lückenbebauung, Hinterhofbebauung und Parkplatzbebauung. Und nicht an einer Stelle ein Ghetto schaffen, wie HH es macht. Ich fang schon mal an mit Vorschlägen für diese Bebauung: Bei mir gegenüber ist der Wilhelmplatz. Der ganz überwiegend als Parkplatz genutzt wird. Manchmal als Zirkus – was eh´ bei der Tierhaltung fragwürdig ist oder als Jahrmarkt.

    Warum muss den Leuten in dem Ausmaß ein Parkplatz angeboten werden? Ein weiterer Anreiz zum umweltschädlichen Autofahren. Haben denn eigentlich so viele keine Kinder an die sie denken? Und der Innenhof, auf den ich gucke, sollte auch bebaut werden. Da stehen nur ein paar Schuppen.

  3. Au weia, da habe ich einen völlig falschen Eindruck erweckt. Eigentlich sehe ich unsere Auto-zentrierte Lebensweise auch kritisch, aber in meinen Artikeln halte ich mich mit Meinungen zurück und finde auch dieses Artikel sachlich. Es muss am Wort Adieu liegen, dass ich hier temperamentvolle Proteste ernte.

    Meine Intention war/ist, einen mit Adieu eingeleiteten kurzen Nachruf zu schreiben auf alle Ecken von Kiel, die sich verändern, wenn ich Zeit habe vorher Fotos zu machen. Dass es sich nicht unbedingt immer um schöne Orte/Gebäude handelt beweist mein Nachruf auf den ZOB,https://kielaktuell.wordpress.com/2015/03/10/zob-adieu/

    Also, ich werde mir andere Titel für diese Artikel-Serie ausdenken.

    Beim Thema Verdichtung sehe ich das Sowohl-als-Auch. Einerseits werden Wohnungen gebraucht, andererseits machen Freiflächen eine Stadt “luftig” und das macht die Stadt lebenswerter. Ich frage mich ob Wachstum auf kommunaler Ebene so erstrebenswert ist…..

  4. Warum werden nicht zwei Häuser mit je drei Stockwerken gebaut? Ich wohne in der Waitzstraße hinter den Parkplätzen. 6 Stockwerke – und wo bleibt dann das Licht bzw. die Sonne? Was sind das für Planungen? Ein Hochhaus vor der Nase mindert die Wohnqualität.

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