YooWeeDoo verändert Kiel


Allgemein, Themen / 21. Dezember 2015

YooWeeDoo ist eine Ideenschmiede mit integriertem Geldtopf. Entwickelt und gefördert werden sogenannte Changeprojekte, das sind Projekte, die ein gesellschaftliches Problem zu lösen versuchen.

Die meisten YooWeeDoo-Projekte sind ökologisch orientiert. Da geht es ums Teilen, Wiederverwerten, Energiesparen oder Urban Gardening. So möchte der Umsonstladen Glückslokal e.V. gebrauchte Gegenstände des täglichen Lebens an neue Besitzer vermitteln. (Ich selber nutze dieses fabelhafte Projekt regelmäßig um Sachen zu spenden und andere mitzunehmen.) CampusGemüse baut und vermittelt Hochbeete auf dem Campus der CAU. Das FahrradKinoKombinat erzeugt mit Muskelkraft den notwendigen Strom um Filme vorzuführen. Dazu wurden Motoren aus kaputten Waschmaschinen an Fahrräder montiert. Wat Nu ist eine Magazin für nachhaltige Projekte. Der Blog Funkenzeit.de ist quasi das offizielle Presseorgan von YooWeeDoo, zumindest wird es auf der Homepage als Informationsquelle angegeben. Insgesamt hat es in zwei Jahren 34 von YooWeeDoo geförderte Projekte gegeben.

Mastermind von YooWeeDoo ist Christoph Corves, seit 2002 Professor für Geografie und Medien an der CAU. Er entwickelte das Programm YooWeeDoo um den Studierenden bei der Entwicklung und Umsetzung von Projekten zu helfen. Das geschieht in drei Schritten. In einem MOOC (kostenloser Online-Kurs) lernen Studierende , wie sie “ aus einer Idee ein Projekt zur Lösung eines gesellschaftlichen Problems” machen. Hier geht es um  Themen wie Teambildung und Öffentlichkeitsarbeit. Nachdem sie ein Team gebildet und eine Idee gefunden haben, können sie sich mit einem kurzen Film an einem Wettbewerb beteiligen. Die Gewinner-Projekte erhalten bis zu 1000 Euro Startgeld. Danach werden die Projekte noch 6 Monate lang weiter betreut. Auch wenn viele Projekte als Vereine oder als Social Entrepreneurs agieren, ist es wichtig, dass die betriebswirtschaftliche Seite klappt. Da die Studierenden aus ganz unterschiedlichen Fachrichtungen kommen, fehlen oft entsprechende Vorkenntnisse.

Finanziert werden die Preisgelder größtenteils aus dem Struktur- und Exzellenzetat für Bildung und Wissenschaft des Landes Schleswig-Holstein.

Die meisten prämierten Projekte wirken in Kiel , viele in der Alten Mu, wo sie bis Jahresende mietfrei die Ateliers nutzen.

Parallel zu YooWeeDoo gibt es jetzt das Programm Zukunftsmacher, das für alle Bürger offen ist.  Auch von dieser Initiative darf man neue Impulse für ein nachhaltiges Kiel erwarten.

www.yooweedoo.org

http://zukunftsmacher.sh/

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