Olympia-Referendum in Kiel: 63.5 Prozent sagen Jo
Nur 29,1 Prozent der 190.000 Wahlberechtigten nahmen am Bürgerentscheid zur Olympiabewerbung teil. Soll sich Kiel an Olympia beteiligen? 63,5 Prozent sagten Ja, 36.5 Prozent Nein.
Lediglich ein Stadtteil votierte mehrheitlich gegen Olympia in Kiel: In Gaarden lehnten 51.5 Prozent die Bewerbung ab. Allerdings war die Wahlbeteiligung mit 12,1 Prozent hier auch am geringsten, sodass das Ergebnis eher Desinteresse als Ablehnung bedeuten könnte.
Am höchsten war die Zustimmung im Wahlbezirk Ravensberg/Brundwik/Düsternbrook. Bei einer überdurchschnittlich hohen Wahlbeteiligung von 37,6 Prozent stimmten hier 68 Prozent für Olympia.
Wie geht es weiter ?
Mit diesem positiven Votum kann Kiel nun in den Bewerbungsprozess einsteigen.
Die möglichen Austragungsjahre sind 2036, 2040 oder 2044. Die deutschen Bewerber für die Hauptspiele sind Hamburg, Rhein-Ruhr, Berlin und München. Hamburg und München haben Kiel als Wunschpartner festgelegt, Berlin setzt auf Rostock. Rhein-Ruhr hat sich noch nicht festgelegt.
Hamburg führt am 31. Mai ein eigenes Referendum durch.
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat den 26. September 2026 als Termin für die entscheidende Mitgliederversammlung festgelegt, auf der der deutsche Kandidat für die Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele (2036, 2040 oder 2044) ausgewählt wird.
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat noch keinen festen Zeitpunkt für die Vergabe der Sommerspiele 2036 bekannt gegeben.
Mit dem Referendum in Kiel ist also lediglich entschieden, dass Kiel noch am Bewerbungsprozess teilnimmt.
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