Protest vor TKMS
Seit 4:30 Uhr am heutigen Montagmorgen wird in Kiel die Werft von Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS) durch eine anti-militaristische Aktion blockiert. 17 Aktivistis der Gruppe Turbo-Klima-Marine-Sabotage (T-K-M-S) besetzen die Werkszufahrten mit aufgestellten Tripods und weiteren Hindernissen, an die sich Menschen angekettet haben. An die zur Frühschicht ankommende Belegschaft werden Flyer verteilt, die über die Hintergründe der Aktion Informieren. Auf Transparenten bringt die Gruppe ihre Motivation zum Ausdruck. Die Aktion richtet sich gegen die Produktion von Kriegswaffen (durch TKMS), hier in Kiel und anderswo. Der Zugang zum Werksgelände ist durch die Aktion erschwert aber nicht völlig blockiert.
TKMS in Kiel-Gaarden produziert U-Boote, Marineschiffe sowie marine Elektronik- und Antriebssysteme.
Die Aktivistis protestieren gegen die Auslieferung von Rüstungsgütern an Länder, die sie problematisch finden wegen , allen voran Israel, an das kürzlich ein U-Boot ausgeliefert wurde. Ihr Protest richtet sich auch gegen die Aufrüstung in Deutschland. „Wir wollen keine Militärstützpunkte in Kiel. Nicht nur weil Kiel damit wieder zum bevorzugten Angriffsziel wird, sondern vor allem, weil wir dagen sind, dass Machtinteressen mit Waffengewalt durchgesetzt werden. Wir müssen auch im globalen Maßstab fähig sein, friedliche Lösungen zu finden“ erklärt Ulf Wunderlich.
Letztlich richtet sich ihr Protest auch dagegen, dass das Thema Kriegsangst und Aufrüstung andere Themen wie den menschengemachte Klimawandel verdrängt .
Aktuell (10 Uhr) besteht die Aktion weiter, es ziehen sich stärkere Polizeikräfte zusammen.
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