Reichspogromnacht: Gedenkveranstaltung und Rundgang in Kiel
Die Landeshauptstadt Kiel erinnert mit einer Gedenkveranstaltung an die Reichspogromnacht vom 9. November 1938. In jener Nacht begannen im nationalsozialistischen Deutschland direkte und gezielte Gewaltaktionen gegen die jüdische Bevölkerung. Sie standen am Anfang der systematischen Verfolgung und Vernichtung des europäischen Judentums und der Shoah.
In Kiel wurde die Synagoge in der Goethestraße 13 in Brand gesteckt und komplett zerstört. Am Mahnmal der ehemaligen Synagoge – Goethestraße/Ecke Humboldtstraße – findet am Montag, 9. November, um 11.30 Uhr die städtische Mahn- und Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung statt.
Nach einer Ansprache von Stadtpräsidentin Bettina Aust zeichnen Schüler*innen der Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule in einer szenischen Lesung die Geschichte der Kieler Familie Hirsch nach. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Kiel Walter J. Pannbacker spricht das Abschlussgebet. Musikalisch begleitet wird die Gedenkfeier von Ishay Lantner und Alexander Wernet.
Im Anschluss wird gegen 12.30 Uhr ein kostenloser zweistündiger Stadtrundgang zum Thema „Kiel im Nationalsozialismus“ mit Eckhard Colmorgen vom Arbeitskreis zur Erforschung des Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein e.V. angeboten. Treffpunkt ist die Bushaltestelle „Kunsthochschule“ am Knooper Weg.
Alle Kieler*innen sind eingeladen, an der Gedenkfeier und am anschließenden Stadtrundgang teilzunehmen.
Quelle: Kiel.de
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