Seebataillon in Kiel: Wo würde das Schwimmtraining stattfinden?

Die Bundeswehr plant, das Seebataillon von Eckernförde nach Kiel zu verlegen und zugleich zu vergrößern. Derzeit gehören der Einheit der Einsatzflottille 1 mehr als 1.000 Soldaten an. Wie stark das künftige Seeregiment wachsen soll, ist bislang nicht bekannt. Zu seinen Aufgaben zählen zahlreiche militärische Einsätze im Küstenraum, viele davon auf und im Wasser.

Daher stellt sich die Frage: Wo würde das Schwimmtraining in Kiel stattfinden? In einer noch zu bauenden Schwimmhalle oder auf angemieteten Bahnen im Hörnbad?

Auf diese Frage antwortete mir Fregattenkapitän Wolf:

„Ich danke für Ihr Interesse am Standortdialog Kiel und Ihre Anfrage zum Schwimmtraining der Soldatinnen und Soldaten des zukünftig zum Seeregiment aufwachsenden Seebataillons. Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich leider noch keine belastbare Aussage treffen, ob und inwieweit das zukünftige planerisch in Holtenau stationierte Seeregiment Schwimmzeiten im Hörnbad benötigen wird oder ob und wo eine Standortschwimmhalle für alle Dienststellen der Bundeswehr am Standort Kiel gebaut werden wird.“

Die präzise Formulierung „Standortschwimmhalle für alle Dienststellen der Bundeswehr am Standort Kiel“ lässt vermuten, dass innerhalb der Bundeswehr bereits über den Bau einer eigenen Schwimmhalle nachgedacht wird.

Eine Nutzung des Hörnbads durch das Seebataillon könnte dort viel Raum einnehmen, denn das Schwimmtraining spielt für diese Truppe eine wichtige Rolle. Da die Soldaten regelmäßig von Booten aus operieren, gelten besondere Anforderungen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Schwimmen in der Ostsee mit Neoprenanzug,
  • das Durchqueren von Gewässern oder Küstenabschnitten mit Ausrüstung,
  • Sprünge von Bordwänden oder aus Hubschraubern.

Die Kampfschwimmer gehören übrigens nicht mehr zum Seebataillon. Für sie gelten noch deutlich höhere Anforderungen.

Derzeit ist das Seebataillon in Eckernförde stationiert. Trainiert wird außerdem in Putlos.

Die Verhandlungen zwischen der Bundeswehr und der Stadt Kiel im Rahmen des sogenannten Standortdialogs sind langwieriger als gedacht, wie die Kieler Nachrichten berichteten. Sollte das Seebataillon tatsächlich nach Kiel verlegt werden und Schwimmzeiten im Hörnbad benötigen, könnte dies spürbare Auswirkungen auf die Nutzungsmöglichkeiten für die zivile Bevölkerung haben.

(Bild von HeungSoon auf Pixabay)

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