Fünf Tage Busstreik möglich
In einer Pressemitteilung schrieb Ver.di Nord:
Ver.di Nord: Tarifverhandlungen im ÖPNV Schleswig-Holstein erneut ohne Ergebnis – nächste Verhandlungsrunde am 29. September entscheidet über weiteres Vorgehen
ver.di Nord setzt bis dahin Warnstreiks aus – bei erneutem Scheitern sind fünftägige Warnstreiks angekündigt.
Kiel, 22. September 2026 – Die Tarifverhandlungen für die rund 1.800 Beschäftigten des öffentlichen Nahverkehrs in Kiel, Lübeck, Neumünster und Flensburg sind auch in der dritten Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben. Wie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) mitteilt, konnte erneut keine Einigung erzielt werden.
„Aus unserer Sicht hat das heutige Ergebnis erneut nicht ausgereicht, um zu einem für die Beschäftigten akzeptablen Abschluss zu kommen. Es war zwar Bewegung auf der Arbeitgeberseite, aber ausgereicht hat das heute nicht“, erklärt Sascha Bähring, Verhandlungsführer von ver.di Nord.
Die ver.di-Tarifkommission hat nach Abschluss der heutigen Verhandlungen beschlossen, zunächst die nächste Verhandlungsrunde abzuwarten. Bis dahin wird ver.di Nord von weiteren Warnstreiks absehen.
„Wir wollen der Arbeitgeberseite mit der nächsten Verhandlungsrunde noch einmal die Möglichkeit geben, zu einem tragfähigen Ergebnis zu kommen. Sollte das am 29. September erneut nicht gelingen, hat die Tarifkommission einen fünftägigen Warnstreik ab dem 30. September beschlossen“, so Bähring weiter.
ver.di fordert eine Erhöhung der Entgelte um 6,5 Prozent für alle Beschäftigten bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Darüber hinaus wünscht sich die Gewerkschaft für ihre Mitglieder eine ver.di-Vorteilsregelung in Höhe von jährlich 650 Euro.
Die Tarifverhandlungen werden am 29. September 2026 mit der vierten Verhandlungsrunde in Flensburg fortgesetzt.
Kommentar abschicken