UKSH wird bestreikt

ver.di Nord weitet Warnstreiks beim UKSH in Kiel aus – mehrtägige Aktionen ab Montag

Pressemitteilung vom 29. Januar.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Nord kündigt für die kommende Woche eine deutliche Ausweitung der Warnstreiks an. Am Montag, Dienstag und Mittwoch werden die Arbeitsniederlegungen am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in Kiel gezielt so organisiert, dass eine spürbare wirtschaftliche Wirkung entsteht. Dazu ruft die Gewerkschaft an den jeweiligen Tagen unterschiedliche Bereiche zum Warnstreik auf.

Betroffen sind insbesondere Bereiche mit hoher wirtschaftlicher Relevanz. Zahlreiche OP-Säle werden nicht besetzt sein, radiologische Untersuchungen sowie Teile der Transfusionsmedizin können nur eingeschränkt stattfinden. Weitere strategisch wichtige Bereiche – darunter auch die ZIP – sind ebenfalls betroffen.

Nicht vom Warnstreik erfasst sind die stationären Bettenbereiche, die Behandlung von Kindern sowie selbstverständlich die Versorgung akuter Notfälle.

„Wir haben umfangreiche Notdienstvereinbarungen mit Clearingstellen getroffen. Die Streikleitung und die Klinik stehen vor Ort im engen Austausch. Trotz aller Konsequenz in der Sache stellen wir sicher, dass akute Notfälle und besonders sensible Bereiche versorgt werden. Eine Gefährdung von Leib und Leben wird es nicht geben“, erklärt Diana Zimmermann, stellvertretende Landesleiterin von ver.di Nord.

Zimmermann betont weiter: „Wir nehmen keinerlei Bewegung auf Arbeitgeberseite wahr. Wenn man uns nicht hören will, müssen wir lauter werden. Warnstreiks sind dafür unser legitimes Mittel, und wir werden sie nun gezielt intensivieren und fortsetzen. Die Verantwortung für die Ausweitung der Streiks liegt bei den Arbeitgebern.“

Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) werden am 11. Februar in Potsdam fortgesetzt.

ver.di fordert eine Entgelterhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Außerdem sollen die Zuschläge für Arbeit zu ungünstigen Zeiten – etwa nachts – um 20 Prozentpunkte steigen. Für Nachwuchskräfte verlangt die Gewerkschaft 200 Euro mehr pro Monat sowie die unbefristete Übernahme nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung.

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