Kriminalität: mehr Messerangriffe, aber insgesamt weniger Delikte in Kiel
Die Kriminalstatistik für das vergangene Jahr 2025 zeigt weniger Delikte als im Vorjahr aber deutlich mehr als vor fünf Jahren.
Die Fallzahlen:
2025: 25.158
2024: 28.128
2021: 21.385
Am stärksten gesunken sind die Einbrüche in Boden- , Kellerräume und Waschküchen : -30,7 Prozent.
Zugenommen haben dagegen Wohnungseinbrüche: +5.1 Prozent.
Die meisten Delikte ereignen sich in Gaarden-Ost, aber mit abnehmender Tendenz: 3.529 Delikte in 2025, 3.949 Delikte in 2024. Speziell bei den Einbrüchen in Waschküchen, Boden- und Kellerräumen ist der Stadtteil Südfriedhof der neue Hotspot.
66 Prozent der Tatverdächtigen waren Deutsche, 34 Prozent Ausländer. Unter den Ausländern teilen sich die Delikte etwa zur Hälfte auf Geflüchtete und Arbeitsmigranten auf: 1.076 waren Geflüchtete, 1.759 waren Unionsbürger oder andere Arbeitsmigranten.
Wie teilen sich die Delikte auf?
Wenn man einfache und schwere Diebstähle addiert, machen sie etwa die Hälfte aller Delikte aus. Die Grafik zeigt es:

Wohnungsdiebstähle sind zwar gestiegen, liegen aber weit unter den Zahlen von vor fünf Jahren:
2025: 208
2024: 198
2020: 257
Messerangriffe und andere Rohheitsdelikte
Nach Jahren des Anstiegs liegen die Zahlen bei den Rohheitsdelikten unter den Werten von 2024, sind aber immer noch höher als vor fünf Jahren. Stark zugenommen haben Messerangriffe.
Die Zahlen für 2025:
Schwere Körperverletzung: 260 Fälle
leichte vorsätzliche Körperverletzung: 1,670 Fälle
Raub: 707 Fälle.
Es gab 207 Messerangriffe, +20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In 75 Fällen wurde das Messer angewendet, sonst nur damit gedroht. Eine Verletzung führte zum Tod, 17 Personen wurden schwer verletzt, 64 Personen leicht verletzt.
Fazit: Es könnte besser sein!
Auch wenn die Kriminalität im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist, liegen die Fallzahlen zum Teil über den Werten von vor fünf Jahren. Auch bei schweren Straftaten hat es nur eine leichte Entspannung gegeben.
In Bezug zur Gesamtbevölkerung sind rechnerisch 10 Prozent der Kieler Opfer einer Straftat geworden.
Weiterlesen?
Kommentar abschicken