Manöver im Marinehafen

Nato-Manöver in der Kieler Förde und Protest dagegen

Im Nato-Manöver „Steadfast Dart“ spielt die Kieler Förde eine zentrale Rolle. Am Mittwoch traf ein Flottenverband mit 17 Schiffen aus elf Nationen im Kieler Marine-Stützpunkt ein. Optisch verschwinden die Schiffe zwar im Nebel, aber der Marinehafen ist voll, die Sicherheitsvorkehrungen hoch. Die Schiffe laden Proviant und Treibstoff.

Am Wochenende verlassen die Schiffe Kiel mit Kurs auf Putlos bei Howacht. Dort soll die Anlandung von Truppen und Material geprobt werden. Auch Schießübungen sind geplant.

Geübt wird für den Ernstfall: Klappt die Verlagerung von Truppen und Gerät durch Europa? Für diesen Zweck unterhält die Nato eine Schnelle Eingreiftruppe mit insgesamt 40.000 Soldaten. An diesem Manöver nehmen 10.000 Soldaten teil.

Die deutsche Marine beteiligt sich mit drei Schiffen. Die USA nehmen nicht teil. Das größte Kontingent stellt die Türkei. Flagschiff des Manövers ist spanische Schiff „Castilla“. Ebenfalls dabei ist das neue amphibische Angriffsschiff „Anadolu“ der türkischen Marine.

Am Donnerstag, 12. Februar, protestierte eine Gruppe mit knapp 100 Teilnehmenden in Kiel-Wik gegen das Manöver generell und speziell gegen die Teilnahme der türkischen Marine. Dem Nato-Partner Türkei wird Gewalt gegen Kurden vorgeworfen.

Weiterlesen?

Größte Nato-Übung des Jahres macht Station in Kiel

kn online: Proteste in Kiel gegen türkische Marine

Immer noch aktuell: Baumgruppenbesetzung auf dem MfG5-Gelände

Frieden und Krieg: eine Ausstellung im Flandernbunker

Teilen:

Kommentar abschicken